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Düsseldorf: Haus-Explosion jährt sich zum 25. Mal

Chronik : Der lange Weg der Strafjustiz

Mehrere Anläufe musste die Justiz nehmen, bis dem früheren Besitzer des Hauses an der Krahestraße die Schuld an der Explosion rechtskräftig nachgewiesen werden konnte.

24. Juli 1997: Das Wohnhaus Krahestraße 8 stürzt nach einer Gasexplosion ein.

26. Juli 1999: Unter Richter Fritz von Beesten beginnt der erste Prozess gegen Hausbesitzer Heinz N., einen Dachdecker und dessen Freundin.

16. August 2001: Beide Männer werden als sechsfache Mörder zur Höchststrafe verurteilt, die Frau wird freigesprochen.

24. Juli 2003: Wegen eines Formfehlers kippt der Bundesgerichtshof das Urteil gegen N.

6. Februar 2004: Der zweite Prozess gegen N. beginnt.

8. Dezember 2005: Das Bundesverfassungsgericht lässt N. wegen unverhältnismäßig langer U-Haft frei.

29. Mai 2006: Im zweiten Prozess wird N. wegen Herbeiführens einer Explosion und Körperverletzung zu dreizehneinhalb Jahren verurteilt.

26. Juli 2007: Der BGH kippt auch dieses Urteil.

14. März 2008: Heinz N. wird vom Landgericht Duisburg erneut zur Höchststrafe verurteilt, darf aber bis zur Revisionsentscheidung auf freiem Fuß bleiben – obwohl das Gericht auch die besondere Schwere der Schuld festgestellt hat.

7. Januar 2009 Mehr als elf Jahre nach der Tat wird das Urteil rechtskräftig.

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16. April 2009 Ein Gesuch um Strafaufschub wird von der Staatsanwaltschaft abgelehnt.

21. April 2009 N. erscheint nicht zum Haftantritt. Sein Handy ist abgeschaltet, an seiner Meldeadresse wohnt er nicht mehr.

24. April 2009 Der sechsfache Mörder wird in der Uni-Klinik im hessischen Marburg gefasst. Er steht untr Einfluss von Medikamenten und Alkohol, erholt sich aber schnell.

9. November 2009 Der Meineid-Prozess gegen eine Zeugin aus den Mordprozessen endet mangels Beweisen mit Freispruch.

(sg)