Düsseldorf-Flingern: Sieben Millionen für Freizeiteinrichtung

Jugend in Düsseldorf : Sieben Millionen für Freizeiteinrichtung

Baubeginn für das Haus für Kinder, Jugendliche und Familien ist im Juli. Die Bauzeit beträgt 18 Monate.

Das Märchenland bekommt eine neue Jugendfreizeiteinrichtung. Alle Gremien haben dem Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss zugestimmt. Eröffnen soll das Haus im Dezember 2021.

Ausgangssituation Das Haus für Kinder, Jugendliche und Familien soll auf dem Grundstück der heutigen, sehr provisorisch ausgebauten Einrichtung am Froschkönigweg entstehen. „Der Zustand ist alles andere als optimal“, sagte Dominik Silbach vom Jugendrat im März vergangenen Jahres. Der Kinderclub Froschkönigweg ist derzeit in einem provisorischen Containergebäude beheimatet, das aus dem Jahr 1985 stammt. 200 Quadtratmeter stehen dort den Kindern zur Verfügung, das Angebot kann aufgrund des knapp bemessenen Platzes nicht ausgebaut werden. Die Kita Flinger Richtweg 62 ist in einem Pavillon untergebracht, aus planungsrechtlichen Gründen ist die Nutzung nur bis Ende 2021 möglich.

Idee Der Kinderclub und die Kita vom Flinger Broich sollen zusammengelegt und zu einem Haus für Kinder, Jugendliche und Familien ausgebaut werden. Die Jugendfreizeiteinrichtung am Hellweg soll weiter bestehen bleiben und sich an Teenager und junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 21 Jahren richten. Im neuen Haus will die Stadt Kinder ab sechs Jahren ansprechen, außerdem Jugendliche und Eltern, die einen eigenen Bereich bekommen sollen. Zwei getrennte Areale wird es geben, einer für die Freizeitgestaltung, einer für die Kita. Dort werden drei Gruppen mit insgesamt 50 Plätzen untergebracht – 22 für unter Dreijährige, 28 für Drei- bis Sechsjährige.

Ökologisches Konzept Das Gebäude erhält für den Eigenbedarf eine Fotovoltaikanlage, das Dach bekommt eine externe Begrünung. Das Außengelände soll möglichst grün bleiben, beleuchtet wird der Neubau ausschließlich mit LED-Technik.

Kosten 7,6 Millionen Euro wird die Stadt in den Neubau investieren – inklusive Ausstattung und Inventar, der teuerste Posten ist die Baukonstruktion, die bei rund drei Millionen Euro liegt. Das Grundstück gehört der Stadt. Gefördert wird das Projekt auch vom Land, das 1,3 Millionen Euro dazugibt. Die Kosten für das Inventar in Höhe von knapp 400.000 Euro sollen über die Haushaltsplanungen für 2021 und die folgenden Jahre gedeckt werden.

Zeitplan Baustart soll im Juli 2020 sein, die städtische Tochter Immobilien Projekt Management (IPM) rechnet damit, dass die Bauzeit bei rund 18 Monaten liegt. Das Büro „Pier 7 Architekten“ wird die Umsetzung des Hauses für Kinder, Jugendliche und Familien übernehmen. Während der Bauzeit wird die Arbeit der Freizeiteinrichtung an einem anderen Ort fortgeführt werden.