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Düsseldorf-Flingern: Lösung für Haus an der Dorotheenstraße in Sicht

Düsseldorf-Flingern : Lösung für Schrottimmobilie an Dorotheenstraße in Sicht

Das verwahrloste Gebäude in Flingern an der Ecke Dorotheenstraße / Birkenstraße ist seit Jahren ein Schandfleck. Jetzt kündigte der Eigentümer eine Sanierung des Hauses an.

Seit Jahren schwelt ein Streit mit gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen dem Eigentümer und der Stadt über das verwahrloste Haus an der Dorotheenstraße in Flingern. Nun scheint es jedoch, als komme Bewegung in diese Angelegenheit.

Bis 2019 wolle der Eigentümer das Haus offenbar sanieren, erklärte die Stadtverwaltung vor einiger Zeit gegenüber der Bezirksvertretung 2 (Flingern, Düsseltal). Doch gleichzeitig sorgt an anderer Stelle bereits eine weitere Immobilie für Ärger.

Für Anwohner und Händler ist das Gebäude an der Ecke von Dorotheenstraße und Birkenstraße seit langer Zeit ein Ärgernis. Zum einen stört es das Stadtbild vor Ort, zum anderen lockt es Vandalen an.

Über die Ursachen und Verantwortung für diese festgefahrene Situation gab es verschiedene Sichtweisen. Während der Eigentümer von einer Schikane sprach und angab, dass er nicht sanieren dürfe, präsentierte die städtische Bauaufsicht eine andere Version der Geschehnisse. Das denkmalgeschützte Haus dürfe sehr wohl saniert werden, doch sei dafür nie ein Plan vom Eigentümer vorgelegt worden, hieß es dort.

Auch in den Sitzungen der Bezirksvertretung 2 war das Haus regelmäßig Thema. So auch vor einiger Zeit wieder, als sich Ben Klar (Linke) in einer Anfrage nach dem aktuellen Stand erkundigte – und eine unerwartete Rückmeldung von Seiten der Stadtverwaltung bekam. So heißt es nun, der Eigentümer habe nach konstruktiven Gesprächen einen Architekten zur Bestandsaufnahme der Immobilie beauftragt.

Anschließend wolle der Eigentümer nach Abstimmung mit der Stadt einen Bauantrag stellen. Bis Ende des kommenden Jahres sei gar mit einer Fertigstellung der Sanierungsarbeiten zu rechnen. Bislang sei es nach Angaben der Stadtverwaltung jedoch bei dieser Absichtserklärung geblieben.

Während sich in diesem Fall nach langem Warten vorsichtig Bewegung abzeichnet, bereitet den Mitgliedern stattdessen eine Immobilie an anderer Stelle neue Sorgen. Konkret geht es um das verwahrloste Haus an der Schumannstraße 50. Nach Angaben der CDU-Fraktion sei es seit Jahren unbewohnt und vermüllt. Das Da­chgeschoss werde von einem Taubenschwarm bevölkert. „Es ist eine Belästigung für die umliegenden Häuser“, sagt Irene Stengel (CDU).

Ein Argument, das sehr an die Immobilie an der Dorotheenstraße erinnert. Und auch hier kündigt sich ein längerer Prozess zur Lösungsfindung ab. Zwar stimmten die Mitglieder der Bezirksvertretung bei einer der vergangenen Sitzungen mehrheitlich für eine Prüfung von Einschreitungsmöglichkeiten vonseiten der Verwaltung.

Doch Verwaltungsleiter Gerhard Aschendorf warnte dabei sofort vor zu viel Optimismus in dieser Angelegenheit: „Solange keine Gefahren der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ausgehen, kann die Verwaltung nichts tun“, erklärte er den Mitgliedern gegenüber.