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Düsseldorf-Flingern: Der erste grüne Markt der Stadt

Flingern : Der erste grüne Markt der Stadt

Mathes Robel hat 2017 in Köln den ökologischen Markt ausprobiert. Jetzt kommt er mit seinem Konzept nach Düsseldorf.

Sein Leben lang hat Mathes Robel die Zahnbürste im Drogeriemarkt gekauft. Mal war sie blau, mal rot, die Borsten weich, manchmal hart. Aus Plastik war sie aber immer, und das störte den 33-jährigen Kölner irgendwann, der sich auf die Suche machte nach einer nachhaltigen Zahnbürste. Und weil das nicht so einfach war, entschloss sich Robel, einen ökologischen Markt auf die Beine zu stellen, den "grünen Markt", der im vergangenen Sommer Premiere feierte, in Robels Heimat Köln. Lange hat er mit zwei, drei Helfern darauf hingearbeitet, immer im Hinterkopf, auch anderswo den Markt einmal zu organisieren. Und weil er so viel Zuspruch bekommen hat bei der ersten Ausgabe, wird er jetzt zum ersten Mal in Düsseldorf zu Gast sein.

 Besonders beliebt ist die ökologische Wäsche gewesen, weil sie nicht nur fair produziert wurde, sondern auch sexy sein kann.
Besonders beliebt ist die ökologische Wäsche gewesen, weil sie nicht nur fair produziert wurde, sondern auch sexy sein kann. Foto: Der grüne Markt/Mathes Robel

Am 4. Februar sollen im Zakk in Flingern regionale Erzeuger und Anbieter ihre Produkte vorstellen. Lebensmittel, Kleidung, Getränke, Unterhaltung, Landwirtschaft - und alles wird ökologisch sein, verspricht der Organisator, der halbtags als Physiotherapeut für die Stadt Köln arbeitet und deshalb auch die Zeit gefunden hat, Unterstützer für seinen grünen Markt zu suchen. 35 waren es in Köln, auch zwei Düsseldorfer Anbieter konnte er damals gewinnen: Roberta Organic Fashion von der Nordstraße und Naturmode Yavana von der Brunnenstraße.

 Manche Händler verzichteten auf einen festen Preis.
Manche Händler verzichteten auf einen festen Preis. Foto: Der grüne Markt/Mathes Robel
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Ein veganer Food-Truck hat sich schon für Düsseldorf angekündigt, Burger wird es bei ihm geben mit Pattys aus Schwarzbohne und Gewürzen. "Da gibt es auf den ersten Blick kaum einen Unterschied", sagt Mathes Robel. Ein Treffpunkt nur für Veganer soll der grüne Markt aber keineswegs sein, der Tiggeshof aus dem Sauerland zum Beispiel bringt Käse und Fleisch mit. Auch das gehört für Robel dazu, nachhaltig und ökologisch soll es einfach sein. Besonders beliebt bei den Kunden sei in Köln die ökologische Wäsche gewesen - die nicht nur fair ist, sondern auch sexy sein kann. Nur die Musik, die ist nicht ökologisch. Verschiedene DJs werden auflegen im Zakk - vielleicht aber findet sich für die nächsten Märkte jemand, der seine Turntables und Laptops mit Solarenergie betreibt.

Wichtig ist ihm, dass Anbieter und Kunden zusammengeführt werden, Robel will anders sein als eine Messe, weil bei ihm die Kunden auch gleich Waren kaufen können. "Und der Eintritt ist nicht so hoch wie bei der Fair-Messe", sagt Robel. Bei ihm zahlen Erwachsene drei Euro, Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren kommen umsonst rein.

Düsseldorf hat sich Robel deshalb ausgesucht, weil die Stadt so nah liegt an Köln, er Anbieter einladen kann, zu denen er schon Kontakt hat, die aus der Region kommen. "Märkte sind immer spannend", findet der 33-Jährige und hofft auf positives Feedback aus der Landeshauptstadt. "Zumal in der Jahreszeit gerne mal ein bisschen Leerlauf ist." Sein Ziel ist es, zwei Mal im Jahr mit dem grünen Markt nach Düsseldorf zu kommen, im Frühjahr und im Herbst. Sofern die Düsseldorfer seine Idee annehmen.

(RP)