Flingern: Die Anmeldung für Grafental-Kita läuft

Flingern : Die Anmeldung für Grafental-Kita läuft

Schon vor dem Bau der Tagesstätte sind die ersten Plätze bereits vergeben. 77 Kinder können in der neuen Einrichtung betreut werden.

Für die Kita in Grafental ist noch nicht einmal der Grundstein gelegt — trotzdem sind die ersten Plätze für die Einrichtung im neuen Wohnviertel bereits vergeben. Wer sein Kind in der Tagesstätte anmelden möchte, muss deshalb jetzt schon schnell sein, sagt der Leiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Stefan Fischer.

Die 77 Plätze stehen nicht nur Bewohnern des neuen Quartiers zwischen Flingern, Düsseltal und Grafenberg zur Verfügung, sondern sind frei für alle Kinder zugänglich. Die Anmeldung erfolgt online über den Kita-Navigator.

Die Eröffnung der Kita ist zum Ende des Jahres geplant. Ungefähr zur Weihnachtszeit soll sie ihren Betrieb aufnehmen. Die Kinder sollen in vier Gruppen betreut werden. Geplant sind eine kleinere Gruppe mit 17 Plätzen für Kleinkinder ab vier Monate und drei weitere mit je 20 Kindern bis zum Grundschulalter.

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Ob die neue Kita ausreicht, um alle Kinder im Stadtteil aufnehmen zu können, ist unklar. Die Grafental GmbH ist dabei optimistisch und stützt sich auf Schätzungen des Jugendamtes. "Voraussichtlich werden viele Familien in das Quartier ziehen", sagt Andreas Mauska, Vertriebsleiter der Grafental GmbH. Die benachbarten Kitas der Metro sind bereits komplett voll.

Das DRK, das auch die naheliegenden Metro-Kindertagesstätten betreut, ist auch für die neue Kita verantwortlich. Vergangene Woche besichtigten die Kinder der Kindertagesstätte "Metro-Sternchen" die Baustelle, die an ihren Kindergarten grenzt und seit Monaten für reichlich Lärm und Staub sorgt. Sie schauen sich gemeinsam mit den Projektverantwortlichen die Abbrucharbeiten auf dem Gelände der zukünftigen Kita an.

Alle Kitas des DRK haben einen eigenen pädagogischen Schwerpunkt. Bei den Metro-Sternchen wird bilingual kommuniziert. "Welchen Schwerpunkt die Einrichtung in Grafental haben wird, ob zum Beispiel Musikerziehung oder Bewegung, wird sich im Sommer zeigen, wenn wir Personal einstellen", erklärt DRK-Geschäftsführer Fischer.

Ein großer Teil der bis 2015 geplanten Wohnfläche in dem neuen Stadtquartier auf dem ehemaligen Gelände der Hohenzollernwerke ist bereits verkauft. Von den 192 Wohnungen in gehobener Preisklasse sind nur noch sieben zu haben. Die ersten Bewohner ziehen im Mai ein.

Der Investor stampft auf dem Brachland zwischen Düsseltal und Grafenberg ein komplett neues Viertel aus dem Boden und investiert 500 Millionen Euro. Die Bauarbeiten werden noch etwa zehn Jahre andauern. Es handelt sich um eins der größten neuen Wohnprojekte in Düsseldorf.

(vim)