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Atelierhaus in Düsseldorf-Flingern: Künstler verabschieden sich mit Ausstellung

Kunst in Düsseldorf : Künstler aus Flingern machen letzte Ausstellung

Das Atelierhaus in einem Hinterhof an der Flurstraße soll zu einem reinen Wohnhaus umgebaut werden. Für die Künstler, die teilweise mehr als 20 Jahre dort arbeiteten, gibt es keinen Platz mehr. Jetzt verabschieden sie sich mit einer letzten Ausstellung.

Der letzte Tag rückt immer näher, wobei der letzte Tag streng genommen schon am 1. Juli gewesen ist. Die Ateliergemeinschaft von der Flurstraße hätte Anfang des Monats ausziehen müssen, die Städtische Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD) will das Hinterhaus sanieren und modernisieren, um Wohnraum zu schaffen. Weil einige Künstler noch kein neues und vor allem bezahlbares Atelier gefunden haben, drückte die SWD bis jetzt ein Auge zu, vor die Tür gesetzt werden die verbliebenen Künstler nicht, versprach SWD-Sprecher Roman von der Wiesche vor einem Monat. Dass irgendwann Schluss sein muss, das ist auch Tomasz Piwarski und seinen Nachbarn klar: Und die wollen sich jetzt ordentlich verabschieden. Von dem Haus und den Nachbarn, mit einer letzten Ausstellung. Am Freitag, 17. Juli, werden Maria Gilges, Nina Fandler, Thomas Ruch, Achim Spyra, Luis Salgado, Christoph Zeidler und Tomasz Piwarski noch einmal ihre Ateliers im Hinterhof öffnen, los geht es um 17 Uhr. Wegen Corona bitten die Künstler, Masken zu tragen und Abstand zu halten.

Die SWD hatte den Künstlern kurz vor Weihnachten gekündigt, Ende Februar sollten die Mieter ausziehen. „Wir wussten zwar, dass wir nicht für immer bleiben können“, sagte Maria Gilges damals, „dass wir so schnell gehen müssen, hat uns schon überrascht.“ Im Januar verlängerte die SWD die Frist bis Ende Juni, wollte aber nicht von ihrem Vorhaben abrücken, das Haus zu einem Wohnkomplex umzugestalten.

(nika)