Schlaglichter Des Jahres 2013: Ärger und Sorge wegen Verkehrsplanung

Schlaglichter Des Jahres 2013 : Ärger und Sorge wegen Verkehrsplanung

Lastwagenverkehr im Wohnviertel Dillenburger Weg und geplanter Umbau der Benderstraße erregen die Gemüter.

Eller/Gerresheim/Flingern In die Planungen für Straßen haben sich Anwohner in verschiedenen Wohnquartieren eingeschaltet und forderten Verbesserungen. Vor allem der Lastwagenverkehr im Wohnquartier rund um den Dillenburger Weg, die Planungen für die Benderstraße und die Entwicklung der Birkenstraße erregte die Gemüter. In Eller sind es die Anwohner leid, dass schwere Lastwagen von einer Spedition die engen Straßen verstopfen, dass die Bewohner schon frühmorgens durch den Lärm des Schwerlastverkehrs gestört werden. Da rappeln die Tassen im Schrank, beschwerten sie sich bei einer Mobilen Redaktion der Rheinischen Post.

Auf den engen Straßen des Wohnviertels rund um den Dillenburger Weg gibt es für Lastwagen kaum ein Durchkommen. Foto: Hans-Jürgen Bauer

Für ein Herausdrängen des Schwerlastverkehrs setzt sich inzwischen eine Bürgerinitiative ein, die Karl-Heinz Mang gegründet hat. Ihr Ziel ist es, dass das Logistik-Zentrum in ein Gewerbegebiet verlagert wird. Das ist aber nach Ansicht der Verwaltung nur schwer möglich, weil die Spedition ein Grundstück nutzt, das ursprünglich von der Firma Karstadt/Quelle für das Versenden von Waren genutzt worden ist. Deswegen könne die jetzige Firma Bestandsschutz geltend machen.

Cornelia Schmalz vom Verein Benderstraße der Kaufleute hat die Aktion "Wir sehen schwarz" mit dem Verhängen der Schaufenster mitorganisiert. Foto: Bernd Schaller

Für Aufregung sorgt nach wie vor der geplante Umbau der Benderstraße in Gerresheim. Viele Kaufleute wollen die Verengung der Fahrbahn auf eine Fahrspur je Richtung verhindern, weil dann das Parken in zweiter Reihe unmöglich wird. Sie fürchten starke Umsatzeinbußen und sehen die Einkaufsmeile Benderstraße und auch die Existenz vieler Geschäfte gefährdet. Um auf die Probleme aufmerksam zu machen, wurden an einem Wochenende mehr als 50 Schaufenster schwarz verhängt. Das Motto "Wir sehen schwarz für die Zukunft".

Befürworter des Umbaus dagegen sind überzeugt, dass durch breitere Gehwege und durch eine Fahrbahn, auf der auch Radfahrer sicherer fahren können, die Attraktivität des Einkaufszentrums gesteigert wird. Eine Entscheidung wird Anfang 2014 fallen. Dann stellt die Verwaltung die genauen Umbaupläne vor, Bezirksvertretung und Rat entscheiden dann über den Umbau.

Die Kritik an der neu gestalteten Birkenstraße hält sich dagegen in Grenzen. Einzelhändler warten noch darauf, dass sich ihr Umsatz nach dem Ausbau der Straße mit breiteren Gehwegen und Parkstreifen verbessert. Insgesamt hätten sich aber die Kunden auf die neuen Gegebenheiten eingestellt, Beschwerden gebe es kaum noch, so die Verwaltung. Sie lehnt auch die Verlegung einer Ampelanlage vor einer Straßenbahnhaltestelle in Höhe der Wetterstraße ab. Autofahrer hatten sich beschwert, dass sie jetzt nur schwer aus der Wetterstraße auf die Birkenstraße einbiegen könnte. Das sieht die Verwaltung nicht so.

(RP)
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