Flehe: Senioren machen mobil gegen Sparkassen-Schließung

Debatte : Fleher machen mobil gegen Sparkassen-Schließung

Der Kreis Aktive Senioren hat Unterschriften gesammelt und den Vorstand Mihcael Meyer zur Diskussion in den Pfarrsaal eingeladen.

Der Kreis Aktive Senioren in Flehe will die angekündigte Schließung der Sparkassen-Filiale an der Fleher Straße nicht einfach so hinnehmen. Schon vor Weihnachten haben Hans Hegger und seine Mitstreiter eine Unterschriften-Aktion gestartet. Zunächst sind sie nur auf ältere Menschen im Stadtteil zugegangen, „bald haben wir aber gemerkt, dass auch andere betroffen sind“, sagt Hegger. Die Geschäftsleute zum Beispiel. „Dort haben wir dann auch noch Listen ausgelegt“, sagt Hegger. Kopien der Unterschriften-Sammlung hat der Seniorenkreis zwischen Weihnachten und Neujahr an Oberbürgermeister Thomas Geisel und die Sparkassen-Spitze übergeben, um deutlich zu machen, wie wichtig für die Fleher die Filiale im Stadtteil ist.

Anfang Januar gab es eine Rückmeldung vom Sparkassen-Vorstand Michael Meyer. „Er erklärte mir, dass viel mehr Menschen Online Banking machen“, erzählt Hans Hegger, „das sei der allgemeine Zug der Zeit.“ Der Fleher aber sieht das anders, in seinem Stadtteil würden die Menschen die Bank so viel öfter besuchen, als nur einmal im Jahr und es gebe genug Leute, die entweder kein Internet haben oder mit der Technik nicht zurecht kämen. „Viele schätzen auch den persönlichen Kontakt zu den Mitarbeitern, einfach mal ein paar Worte wechseln“, sagt Hegger, der kurzerhand Michael Meyer in das Pfarrzentrum nach Flehe, In der Hött 12, eingeladen hat. Am Mittwoch, 16. Januar, soll Meyer ab 16 Uhr seine Pläne erläutern. Die Alternative, die die Sparkasse bieten will, überzeugt die Felher auch nicht. „Einmal in der Woche einen Bus schicken reicht doch nicht und ist mit viel Aufwand verbunden“, glaubt Hegger. Die nächste Filiale sei zudem nur mit dem ÖPNV oder Auto zu erreichen, „das kostet Geld“, sagt das Mitglied der Aktiven Senioren. Nicht nur in Flehe gibt es Widerstand: Insgesamt will die Sparkasse 14 Filialen schließen – unter anderem in Lichtenbroich, Wittlaer, Hamm, Hassels und Urdenbach. Acht betroffene Standorte sollen mit dem Bus bedient werden, sechs werden ersatzlos wegfallen.

(nika)