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Unterbilk: Experte gibt Tipps gegen Taschendiebe

Unterbilk : Experte gibt Tipps gegen Taschendiebe

Um Handtaschenraub und Taschendiebstahl ging es bei einem Vortrag von Kriminalhauptkommissar und Seniorenberater Lutz Türk im Zentrum plus der Awo Unterbilk. Im Gespräch klärte er über die Gefährdung von Senioren auf und erläuterte, wie man sich vor Übergriffen schützen kann. "Viele Senioren sind der Meinung, dass sie gefährdeter sind, Opfer einer Straftat zu werden, als jüngere Menschen", sagte Türk. "Dabei sind gerade die Jungen am häufigsten darin verwickelt." Das belegt die Statistik: Jedes Jahr gibt es bei 85000 Senioren, die in der Landeshauptstadt leben, 30 bis 50 angezeigte Delikte im Bereich Handtaschenraub. Beim Taschendiebstahl, dem organisierten Klauen von Taschen durch Profis an überfüllten Orten, passieren zwischen 3000 und 4000 Delikte jährlich.

"Senioren können sich vor allem dadurch schützen, dass sie ihre Tasche nah bei sich und fest im Griff haben, aber auch, indem sie wichtige Dokumente zu Hause lassen", sagte Türk. "Es besteht in Deutschland keine Pflicht, den Ausweis bei sich zu tragen." Das war vielen der etwa 40 anwesenden Senioren neu. Vorbereitet auf Diebstahl waren dennoch einige. "Man sieht hier viele, die eine Sirene besitzen. Durch Ziehen an einer Reißleine geht der Alarm los", sagt Türk. "So können Opfer auf sich aufmerksam machen, auch wenn sie gerade überrascht wurden."

Inge Wehrmeister, Leiterin der Einrichtung, weiß um die Angst vor kriminellen Übergriffen. "Es ist ein wichtiger Anfang, klar zu machen, dass die Gefahr nicht so groß ist, wie viele vermuten", meinte sie. "Oft glauben Senioren, weil sie schwach sind, werden sie schneller Opfer. Die Aufklärung darüber, dass das nicht so ist, ist wichtig. Dennoch kommt es darauf an, gut vorbereitet und aufmerksam zu ein, denn dann ist man um einiges sicherer."

(RP)