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Gerresheim: Evangeliar wird restauriert

Gerresheim : Evangeliar wird restauriert

Die kostbare Bibel aus dem 11. Jahrhundert soll ein Vorzeigestück in der geplanten Schatzkammer der Basilika St. Margareta werden. Für die Arbeiten spendete der Gerresheimer Peter Boss 5000 Euro.

Der Staub der Jahrhunderte soll dem wertvollen Evangeliar aus dem 11. Jahrhundert nicht weiter zusetzen, Risse und Knicke in den Pergamentseiten sollen nicht größer und tiefer werden. Deshalb wird die Handschrift mit den Texten der Bibel jetzt von dem Kölner Spezialisten Dirk Ferlmann trockengereinigt, restauriert und konserviert. Möglich wird das durch eine Spende des Gerresheimer Bau-Unternehmers Peter Boss, der die knapp 5000 Euro für die Restaurierung zahlt.

"Unsere Familie ist sei Generationen in Gerresheim ansässig, mit dem Stadtteil und der Basilika St. Margareta fühlen wir uns verbunden", sagte Boss. Deshalb unterstützt er die Aktionen der Bürgerstiftung Gerricus für die Gemeinde und für die Basilika. Ein Teil des gestifteten Geldes sind laut Boss Kranzspenden, die Freunde und Bekannte bei der Bestattung seiner Mutter gegeben hätten.

Dass diese Spende die Einrichtung einer neuen Schatzkammer stark voranbringt, weiß Boss durch seine Mitarbeit im Kuratorium der Bürgerstiftung. Neben einer Reihe von sozialen Projekten unterstützt die Stiftung die Einrichtung einer Schatzkammer in einer Seitenkapelle der Basilika. "Die kunsthistorisch bedeutenden liturgischen Geräte und Paramente sollen nicht im Tresor versteckt sein, sondern den Betrachtern Einblicke in die Geschichte des Stiftes und auch in Glaubensauffassungen geben", erklärt Barbara Krug, Vorsitzende der Bürgerstiftung Gerricus. Sie ist deshalb erfreut, dass mit der Spende von Peter Boss mehr als 30 000 Euro für die Schatzkammer zusammengekommen sind. Rund 60 000 Euro muss die Gemeinde für die Schatzkammer aufbringen. Das sind 30 Prozent der Gesamtkosten. Den Rest trägt die Erzdiözese Köln.

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Verbunden mit der Einrichtung der Schatzkammer ist auch eine Sanierung der einzelnen Gegenstände. "Sie sollen für die kommenden Generationen erhalten bleiben", erklärt Beate Johlen-Budnik. Für die Kunsthistorikerin, die das Schatzkammerprojekt leitet, muss das vor allem für das Evangeliar gelten, weil "es mit seiner Gestaltung und seinen Texten ein wichtiger Informationsträger ist". Denn auch Inventarverzeichnisse des ehemaligen Stiftes seien im Evangeliar enthalten. "Die Stiftsdamen wollten damit zeigen, dass das Kloster zu Christus gehört", erklärt Johlen- Budnik. Solche und andere Hinweise soll eine moderne multimediale Präsentation der Kunstwerke in der Schatzkammer geben. Sie werde zurzeit geplant. "Dann müssen wir sehen, wie sie zu finanzieren ist", sagte Krug.

(RP)