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Benrath: Es war viel los beim Benrather Kinderfest

Benrath : Es war viel los beim Benrather Kinderfest

"Ich will auch mal", krähte ein etwa fünfjähriges Mädchen selbstbewusst und streckte die Hände zur Mama. Wie viele andere möchte sie auf einem Band balancieren, rund 50 Zentimeter hoch und in kindgerechter Breite lädt es zur "Hochseil"-Akrobatik ein.

Zum Benrather Kinderfest — und ganz im Gegensatz zum Vorjahr, als es "Land unter" hieß — spendierte der Wetterheilige dieses Mal Gästen und dem Veranstalter, der Aktionsgemeinschaft Benrath (AGB), die langersehnte Sonne und angenehme Temperaturen.

Gegen 14 Uhr herrschte am Sonntag mächtiges Gedränge: Schwertkämpfer, Lillifees, Seiltänzer, Mülltonnen-Wettstreiter, Jonglier-Künstler, Einradfahrer, Filz-Bastler und eine Reihe mehr begeisterter Kinder waren am Benrather Markt und in der Hauptstraße unterwegs. Dazwischen gut gelaunte Eltern und einige Kinderfestgäste im Großelternalter, die ebenfalls Spaß hatten. "Vor drei Jahren war das Angebot etwas größer", erinnerte sich die Benratherin Silke Tsogas, aber es sei trotzdem super. Ihre beiden Jungen Louis und Tom "schmiedeten" Holzschwerter in dem roten Bus der mobilen Kinderwerkstatt. Nebenan tönte Musikalisches von der Bühne "Hört gut zu, jetzt kommt das singende Känguru ...", dazu tanzten glückliche Kinder. Die Kleinste von ihnen, etwa drei Jahre, als Lillifee kostümiert, mit verstohlenen Blicken nach rechts und links, ob sie ihre Hopser und Kreisel richtig macht .Gegenüber präsentierte sich Ernsthaftes: Lernhilfen wie "Fit in der Schule mit Reiki und Kinesiologie" oder "Ihr Kind wird Englisch lieben".

Blind in Kästen greifen und einen Kuschelbären oder eine Gummispinne in der Hand haben, da mögen sich Erwachsene erschrecken, aber unbefangene Kinder nicht. Davon zeugte die nicht endende Schlange vor dem Stand der Heimatgemeinschaft Benrath. Auf dem Markt herrschte ebenfalls Stau an allen Stationen des Mitmachzirkus'. Geschicklichkeit, Fantasie, Gleichgewichtssinn, etwas Mut und Durchhaltevermögen waren gefragt. Dass Einradfahren zweifelsohne schwieriger ist als Zweiradfahren, erfuhr auch Tim. Rums lag er auf seiner Nase, den einen Arm fest ums Rad geklammert, den anderen um seine Mutter, beharrte er unbeeindruckt auf einen weiteren Versuch. Nebenan ging es gemächlicher zu, Marco hatte seinen Rohling, eine kahle Holzpuppe, zum Batman umdekoriert. "Wir haben um 11 Uhr begonnen und nach eineinhalb Stunden war nichts mehr da", erzählte Hans-Wilhelm Wolfering vom Benrather Teehaus.

Gemeinsam mit Rayak Immobilien stiftete er 100 Vogelhäuschen, die rasend schnell bemalt und vergriffen waren. Bei der Awista rannten Mädchen und Jungen stilecht in orangefarbenen Jacken und mit Schutzhandschuhen um die Wette: gelbe gegen blaue Mülltonnen. Schloss Benrath lockte mit kindgerechten Führungen zum Thema "Tiere". Die Ströme festfreudiger Kinder und Eltern nahmen kein Ende — und die Sonne hielt durch!

(bgw)