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Düsseltal: Erinnerungen an den Düsseldorfer Zoo

Düsseltal : Erinnerungen an den Düsseldorfer Zoo

Zur Ausstellung "Das war Düsseldorfs Zoo" haben Düsseldorfer Fotos aus eigenen Alben beigesteuert.

Für viele Düsseldorfer sind die Erinnerungen an den Zoo noch präsent. Noch immer kennen sie die Namen der Tiere oder wissen, welche Gebäude wo standen. "Mit meiner Familie wohnte ich direkt gegenüber vom Zoo Eingang. Ich war sehr oft im Zoo, da ich immer eine Jahreskarte hatte", sagt Marlott Ludewig (85).

Viele Erinnerungen sind auf Fotos festgehalten, die in der Ausstellung "Das war Düsseldorfs Zoo" in der Bezirksverwaltungsstelle, Grafenberger Allee 68, gezeigt werden. Der Tierpark ist Ende des 19. Jahrhunderts auf dem heutigen Gelände des Zoo-Parks entstanden. Bürger sowie der Kurator Joseph Boscheinen haben die Ausstellung gemeinsam bestückt. "Düsseldorf feiert in diesem Jahr seinen 725 Geburtstag. Deshalb haben wir die Ausstellung bis zum Ende des Jahres verlängert", sagte Annelies Böcker, Bezirksvorsteherin, bei der Sonderveranstaltung zur Verlängerung der Ausstellung. Bürger haben dort gemeinsam mit Boscheinen über ihre Erinnerungen gesprochen.

Ludewig erinnert sich noch an die Tiere: "Ich hatte als Kind einen weißen Pelzmantel. Max ist immer zu mir gekommen und hat mich umarmt." Max war einer der Schimpansen, die dort lebten. "Viele Affen hießen damals Max. Denn jeder Affe, der Mätzchen machte, wurde so getauft", sagte Boscheinen. In seinem Archiv hat der ehemalige Kurator des Aquazoos über 1000 Fotografien vom Zoo gesammelt.

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Im Tierpark gab es früher eine Gaststätte, in der sich viele Ereignisse des bürgerlichen Lebens in dem Stadtteil abspielten. Die Eltern von Brunhilde Blees (79) waren die letzten Pächter der Gaststätte. "Ich erinnere mich gerne an die Ostertage zurück. Bevor die anderen Besucher kamen, hat mein Vater für mich dort Ostereier versteckt. Natürlich lag auch immer etwas beim bronzenen Hasen", sagte Blees. die Figur steht heute nicht mehr auf der Wiese. Aber es gibt noch Fotografien von ihr.

Bei einem großen Luftangriff am 2. November 1944 ist der Zoo vernichtet worden. "Ich erinnere mich noch daran, dass viele Tiere tot auf den Wegen lagen", sagte eine Augenzeugin. Die Tiere, die überlebt haben, sollen tagelang durch den Stadtteil geirrt sein. "Es gibt Geschichten darüber, wie ein Bison in einem Düsseldorfer Vorgarten lag", sagte Boscheinen.

Ausstellungsbesuch nur mit telefonischer Voranmeldung unter 23 9457 00. Der Eintritt ist frei.

(sapo)