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Kaiserswerth: Engstelle wird zur Raserstrecke

Kaiserswerth : Engstelle wird zur Raserstrecke

Der Vorgang wiederholt sich in den Hauptverkehrszeiten alle paar Minuten. Zwei Autos begegnen sich auf der Kittelbachbrücke an der Alten Landstraße. Da man nicht ohne weiteres aneinander vorbei kommt, weicht eines der Fahrzeuge in voller Geschwindigkeit auf den Bürgersteig aus.

"Gerade morgens sind dort etliche Kinder auf ihrem Fahrrad unterwegs. Fatal ist, dass dies nicht erkennbar ist, da sie in einer Biegung auf die Brücke auffahren und dann von einem dort auf dem Bürgersteig fahrenden Auto erfasst werden können", sagt Dorothea Liebl.

Sie und weitere Anwohner sind aufgebracht, denn diese gefährliche Situation ist erst entstanden, als vor einigen Wochen der Brückenbereich umgebaut wurde, um eigentlich für mehr Sicherheit für Fußgänger zu sorgen. Denn der Gehweg über den Kittelbach war mit einem Meter Breite sehr schmal.

Doch bei der Verbreiterung der Bürgersteige wurde der Bordstein abgesenkt und erlaubt nun den Schlenker auf den Fußgängerbereich. Oder der Fahrer, der eigentlich Vorfahrt gewähren müsste, gibt vorher noch ordentlich Gas, um vor dem Gegenverkehr die Engstelle passieren zu können. "Das ist hier inzwischen eine gefährliche Rennstrecke geworden", sagt Anwohner Heinz Galle. Zwar wurde inzwischen eine Warnbarke aufgestellt, aber diese entschärft auch nicht die Situation, da sie einfach umfahren wird.

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"Wenn nicht bald etwas an der Situation geändert wird, ist es leider nur eine Frage der Zeit, bis hier etwas passiert", sagt Doris Bernd. Die Bürger haben sich deshalb erneut bei Polizei und Verwaltung beschwert. "Die Fachverwaltung prüft zurzeit, welche Möglichkeiten es gibt, um eine Verbesserung zu erreichen", sagt der Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Karl-Josef Eisel.

Die Anwohner selbst haben keine Idee für eine bauliche Lösung, denn eine Sicherung durch weitere Pöller würde den Gehweg wieder verengen und das Straßenbild verschandeln. "Die Situation ist vermurkst", sagt Bernd. Eine Verbesserung könnten sich die Anwohner allerdings durch regelmäßige und intensive Verkehrskontrollen und eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometern vorstellen.

(brab)