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Willi Walgenbach aus Düsseldorf-Eller ist tot

Trauer um Willi Walgenbach : Abschied von einem Elleraner Urgestein 

Bis zuletzt hatte Willi Walgenbach ein kleines Büro im Küchenstudio an der Gumbertstraße. Er hat sich eingesetzt für den Stadtteil und die Menschen. Gestern ist er beigesetzt worden.

Niemals konnte er es so ganz lassen, zu viel Familie, zu viel Leben steckten in dem Geschäft. Mit über 70 hatte er noch ein kleines Büro im oberen Stockwerk des Küchenstudios an der Gumbertstraße, auch, als er die Verantwortung längst an die nächste Generation abgegeben hatte. Jetzt ist Willi Walgenbach mit 72 Jahren verstorben und gestern beigesetzt worden. Viele Wegbegleiter sind zur Beerdigung gekommen, darunter auch Jürgen Hagendorn, Nachfolger von Willi Walgenbach als Vorsitzender der Werbegemeinschaft. „Ein schönes Bild hat die Familie aufgestellt“, sagt er. So wie die Elleraner Willi kannten, „als Lebemensch“, mit einem Glas Weißwein in der Hand irgendwo im Urlaub in Südtirol.

Willi Walgenbach ist jemand gewesen, der sich für seinen Stadtteil eingesetzt hat. Er war Mitbegründer der Werbegemeinschaft und bis zuletzt aktiv bei der Initiative – als Ehrenvorsitzender. Aber niemals aufdringlich. Ein Projekt, das ihm am Herzen lag, war die Zusammenführung der Hauseigentümer im Stadtteil, um den Leerstand an der Gumbertstraße zu bekämpfen. Über Jahre hat er Gespräche gesucht, vor ein paar Monaten ist das Projekt endlich angelaufen. „Schön, dass er das noch mitbekommen hat“, findet Hagendorn.

Die Familie war für Willi Walgenbach das Wichtigste, Willi Walgenbach erzählte gerne die Geschichte seiner Familie. Die Geschichte, wie seine Eltern den Laden in Eller aufbauten, als er selbst noch ein kleines Kind war, kurz nach dem Krieg. „Gebraucht haben die Menschen alles, das Geschäft lief sehr gut“, sagte der Senior-Chef, als das Unternehmen den 70. Geburtstag feierte. „Mein Vater war gut vernetzt.“ Und das war auch Willi Walgenbach, der in die Fußstapfen seiner Eltern getreten ist, der das Lebenswerk seiner Eltern fortgeführt hat, aber immer auch ein Blick für die Gegenwart hatte, für die Zukunft. Willi Walgenbach hielt nicht am Vergangenen fest und hatte großes Vertrauen in seine Nachfolger: Sohn Matthias und Schwiegersohn Elmar Fedderke.

(nika)