Eller: Werbegemeinschaft und Politik warten auf Dialog mit Bahn

Eller : Werbegemeinschaft und Politik warten auf Dialog mit Bahn

Zur Mobilen Redaktion der Rheinischen Post am S-Bahnhof Eller-Süd hat es niemand von der Deutschen Bahn geschafft, zumindest aber hat die Bahn jetzt einen Zeitraum benannt, wann die längst versprochenen Reparaturen vorgenommen werden sollen. Ein exaktes Datum ist es zwar nicht, "aber noch in diesem Jahr werden die Portale zum Tunnel gestrichen", sagt ein Sprecher des Unternehmens. Auch die Uhren, die schon seit Jahren nicht mehr die Zeit anzeigen, "ein Totalschaden", wie der Sprecher der Bahn meint, sollen ausgetauscht werden.

"Eller-Süd war schon schlimmer", sagt er, Vandalismus und Graffiti hätten deutlich abgenommen. Und das hat die Bahn vor allem dem Einsatz der Werbegemeinschaft in Eller und der Bezirksvertretung 8 zu verdanken, die sich seit etwa zehn Jahren für den Bahnhof einsetzen, auch viel Geld investiert haben. Werbegemeinschaft und Politik haben sich zum Ziel gesetzt, Schmierereien im Tunnel innerhalb von 48 Stunden beseitigen zu lassen, trotzdem bekam der Bahnhof zuletzt bei einem Ranking des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr schlechte Noten.

Die Bahnhof-Helfer stellten sich die Frage, ob sich ein weiteres Engagement noch lohnt, denn immer wieder haben sie versucht, mit Stadt und Bahn in Kontakt zu treten, sogar Ortstermine hatte es gegeben. "Am Ende sitzen Stadt und Bahn es aus", sagt Jürgen Hagendorn, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Er hätte auf mehr positive Rückmeldung bei der Mobilen Redaktion gehofft, "wir wollen aber weitermachen", sagt er, vorausgesetzt, die Bahn und die Stadt nehmen bald den Dialog wieder auf.

Und Jürgen Hagendorn sieht wie Bezirksbürgermeister Gerwald van Leyen (CDU) auch die Bürger und die Anwohner ein Stück weit in der Pflicht - dass sie etwa die Awista informieren, wenn Müll herumliegt.

(RP)