Eller : Was Heimat bedeutet

Katharina Mayer hat Menschen für die Ausstellung "Fliegende Heimat" befragt.

Geboren ist Christina Schulze-Hofer in Chapada in Brasilien. Sie ist Architektin und Kunstpädagogin, arbeitet in Brasilien als Denkmalpflegerin und in Deutschland als Kunstpädagogin. Schulze-Hofer wohnt zwar die meiste Zeit in Düsseldorf, als ihre Heimat bezeichnet sie aber die Brücken, die sie zwischen Deutschland und Brasilien geschlagen hat. "Ich lebe zwischen zwei Welten", sagt sie. Christina Schulze-Hofer ist eine von rund 80 Menschen, die für das multimediale Kunstprojekt "Fliegende Heimat" zum Thema Heimat interviewt worden ist. Am Freitagabend ist die Ausstellung in der Galerie "fiftyfifty" eröffnet worden.

Die Idee zum Projekt hatten die Fotografin Katharina Mayer und Axel Grube während des Duesseldorf Photo Weekends im Februar 2016. Die Resonanz war groß, viele wollten erzählen, von sich und ihrem Leben, den Dingen, die für sie Heimat bedeuten. So wie Mostafa Ali, der 1984 in Salameh geboren ist und in Syrien als Richter arbeitete. Als in dem Land in Vorderasien vor mehr als fünf Jahren Krieg ausbrach, flüchtete Ali. Seitdem lebt er in Düsseldorf. "Ich bin verloren. Ich habe mein Leben verloren", sagt er. Und er fragt sich, ob er jemals ein neues Leben finden wird.

Zu sehen ist "Fliegende Heimat" bis Mitte Januar 2017 in der Galerie fiftyfifty. Alle Porträts hat Katharina Mayer ins Internet gestellt, zu sehen unter www.fliegende-heimat.de.

fiftyfifty-Galerie, Jägerstraße 15, 40231 Düsseldorf

(esc)