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Eller/Wersten/Oberbilk: Verwaltung will jetzt doch Lärmmessungen

Eller/Wersten/Oberbilk : Verwaltung will jetzt doch Lärmmessungen

Stattfinden werden diese aber nur, wenn die Eisenbahnunternehmen ihre Zustimmung geben.

Eine überarbeitete Vorlage wird die Verwaltung zum Thema Lärmmessungen am Abstellbahnhof dem Umweltausschuss am Donnerstag vorlegen. Die zuletzt erarbeitete Version sorgte vor allem bei CDU und Grünen für Empörung: Die Ausschussmitglieder sollten noch vor einem Monat keine zusätzlichen Luftqualitäts- und Schallimmissionsmessungen im Umfeld des Abstellbahnhofs zum Beispiel am Speyerweg beschließen. Dagmar von Dahlen, Ratsfrau und Vorsitzende der CDU Eller, war der Meinung, dass sich die Stadt über die "Fürsorgepflicht für ihre Bewohner hinwegsetzt", nachdem die Bezirksvertretung 8 einstimmig solche Messungen empfohlen und unter anderem von der Bezirksvertretung 3 Unterstützung bekommen hatte.

Jetzt lenkt die Verwaltung ein; der Ausschuss für Umweltschutz soll qualifizierte Schallimmissionsmessungen im Umfeld des Abstellbahnhofs im Auftrag des Umweltamts beschließen. Dafür werden 12.000 Euro zur Verfügung gestellt. "Das ist ein Etappensieg", sagt von Dahlen. Parteikollege Dieter Reinold dagegen ist skeptisch: Denn die Messungen würden nur dann in Auftrag gegeben, wenn die betroffenen Eisenbahnunternehmen ihre Mitwirkung erklären. Diese seien am 25. Januar angeschrieben worden, bundeseigene wie private Unternehmen - Rückmeldungen seien noch nicht eingegangen.

Sollten die Eisenbahnunternehmen eine Kooperation ablehnen, "wäre die Durchführung von qualifizierten Messungen nicht möglich", sagt die Verwaltung. Um die Messergebnisse bestimmten Quellen zuordnen zu können, sei es nach Ansicht des Umweltamts erforderlich, Zutritt zum Betriebsgelände zu bekommen, damit parallel zu den Messungen die Betriebsvorgänge dokumentiert werden können. Außerdem sei die Mitwirkung der Unternehmen erforderlich, weil ohne sie die gemessenen Geräusche nicht zweifelsfrei zu unterscheiden sind. Nur so könnten belastbare Erkenntnisse gewonnen werden, die auch gerichtlichen Überprüfungen standhalten würden.

Für Dieter Reinold aber ist es wichtiger, "was bei den Anwohnern auf dem Balkon ankommt", sagt er. Eine Zustimmung für die Messungen von der Bahn und den privaten Unternehmen ist in seinen Augen also nicht notwendig. Auch wenn die Antwort der Bahn noch nicht bei der Verwaltung vorliegt, ist aus Kreisen des Unternehmens zu hören, dass es prinzipiell einer solchen Messung zustimmen könnte, aber es würden dafür Bedingungen gestellt.

(RP)