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Eller: Streit um eine neue Spielstraße in Eller

Eller : Streit um eine neue Spielstraße in Eller

Bei den Anwohnern des Sebastianweges in Eller ist die Stimmung zurzeit schlecht. Hintergrund ist die Sanierung und der Umbau ihrer Straße in eine Spielstraße. An und für sich ja keine schlechte Sache, zumal die Straße in einem schlechten Zustand ist, aber die Kosten für die Sanierung sollen auf die Besitzer umgelegt werden. Dagegen wollen die sich nun wehren. Thema ist der Streit auch in der morgigen Sitzung der Bezirksvertretung (17 Uhr, Rathaus Eller). So hat die Verwaltung die Anwohner angeschrieben und um eine Stellungnahme gebeten.

Die meisten Anwohner haben sich darin gegen eine Sanierung der Straße als Spielstraße ausgesprochen. Allerdings haben die Anwohner nichts gegen eine normale Straßensanierung. Besonders sorgen sie sich um die Parkplätze, die verlorengingen, wenn denn - wie von der Stadt geplant - eine Spielstraße gebaut wird. Schon jetzt sei die Parkplatzsuche besonders am Wochenende chaotisch, heißt es in einer der Rückmeldungen. "Die Idee einer Spielstraße zielt völlig an den Gegebenheiten vorbei", heißt es auch.

Viele Anwohner sind auch skeptisch, was die Kosten dieser "Edelsanierung" betrifft. Sie befürchten, dass die aus dem Ruder laufen und verlangen eine seröse Einschätzung der Belastungen. Es gibt inzwischen auch eine Unterschriftenliste, deren Unterzeichner sich gegen einen Umbau aussprechen. Die Stadtteilpolitiker sind noch unentschlossen, allerdings "wollen wir keine Klientelpolitik für Rentner betreiben", sagt e die CDU-Vorsitzende Dagmar von Dahlen unserer Zeitung. Man müsse auch an die kommende Generation denken.

(tt)