Stadtbezirk 8: Bürger sollen bei Pflanzen mitreden

Grüner Stadtbezirk 8 : Bürger sollen bei Grün-Gestaltung mitbestimmen

Zwar gehören Eller, Vennhausen, Lierenfeld und Unterbach nicht zu den versiegeltsten Stadtteilen Düsseldorfs. Die Stadtteilpolitik will aber vorsorgen und hat Gelder bereitgestellt für einen Grünordnungsrahmenplan.

In einer so dicht besiedelten Stadt wie Düsseldorf sind die begrenzten grünen Flächen umso wertvoller. Und auch wenn der Stadtbezirk 8 mit seinen Stadtteilen Eller, Lierenfeld, Vennhausen und Unterbach beim Thema Versiegelung nicht zu vergleichen sind mit Flingern oder Bilk – so hat die Bezirksvertretung 8 im Dezember vergangenen Jahres noch mal angeregt, den für das Jahr 2016 in Aussicht gestellten Grünordnungsrahmenplan für den Bezirk bald umzusetzen. Dafür haben die Stadtteilpolitiker im März sogar 30.000 Euro zur Verfügung gestellt, um mit der Teilfinanzierung dem Fachamt die Möglichkeit zu geben, die Ausarbeitungen 2019 abschließen zu können.

Inzwischen ist ein Planungsbüro beauftragt worden mit der sogenannten Grundlagenermittlung und der Bestandsanalyse. Handlungsempfehlungen sollen ausgearbeitet und sämtliche öffentlich nutzbare Freiflächen nach den Kriterien Nutzbarkeit, Gestaltqualität, historische und ökologische Bedeutung sowie Klimaschutzfunktion klassifiziert werden. Außerdem sollen die Rahmenbedingungen erfasst werden für die Entwicklung des Stadtgrüns im Bezirk 8 und auf Städtebau, Verkehr, Demographie und Gewässerschutz eingegangen werden.

Die Bestandsanalyse wird von einer ämterübergreifenden Arbeitsgruppe begleitet. Und auch die Bürger sollen sich bei der Erarbeitung eines Grünordnungsrahmenplans einbringen. Zu einem Workshop werden sie eingeladen, der Ende Oktober/Anfang November stattfinden soll. Anregungen, Wünsche und Kritik können die Bewohner des Stadtbezirks 8 dann äußern. Die Punkte sollen in der Planung aufbereitet werden, die bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll. Der zweite Teil des Verfahrens, das sich mit dem Zielkonzept, der Handlungsempfehlung, den Umsetzungsprioritäten und den Finanzierungswegen befasst, soll 2019 entwickelt werden. Dann soll noch mal eine Beteiligung für die Bürger ermöglicht werden.

(nika)
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