Eller: Stadt will Skatepark von Security bewachen lassen

Eller: Stadt will Skatepark von Security bewachen lassen

Weil sie es nicht abwarten konnten, bis die Anlage fertig ist, haben Jugendliche den Bauzaun niedergerissen.

Die Aufforderung auf der privaten Facebookseite des Skateparks Eller klingt schon fast flehend: "Bitte erschwert uns unsere Arbeit nicht noch dadurch, dass ihr die Baustelle betretet." Von Hausfriedensbruch ist die Rede, möglichen Strafanträgen, Beschädigungen der Anlage noch vor der Eröffnung.

Jugendliche Skater können es offenbar nicht abwarten, bis die 3800 Quadratmeter große, städtische Anlage an der Heidelberger Straße offiziell eröffnet wird, testen in den vergangenen Wochen immer wieder die Areas aus, obwohl der Park noch eine Baustelle ist. Sogar der Bauzaun wurde niedergerissen. "Das ist leider so, bereits mehrfach haben wir den Zaun wieder aufrichten lassen", sagt Jugendamtsleiter Johannes Horn, dem es jetzt reicht: "Wir denken ernsthaft darüber nach, zu bestimmten Zeiten das Gelände von einer Securityfirma überwachen zu lassen."

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Nicht nur, dass die Jugendlichen sich auf der unfertigen Anlage großen Gefahren aussetzten, sie würden die Bahnen womöglich auch beschädigen - was eine Eröffnung weiter verzögern würde. Und auch der hinterlassene Müll erweise sich zunehmend als ein Problem. Die ursprünglich für März vorsehene Eröffnung sei ohnehin nicht zu halten, was jedoch keineswegs mit einem Baustopp, wie viele Anwohner vermuten, zu tun habe, betont Horn. "Der aufgetragene Beton muss aushärten, dafür sind Trockenheit und höhere Temperaturen unabdingbar", erklärt der Jugendamtsleiter.

"Die Baufirmen haben hervorragende Arbeit geleistet, da hat keiner getrödelt. Aber das verregnete Wetter hat uns schon seit dem vergangenen Sommer im Zeitplan zurückgeworfen. Wir hoffen, dass es jetzt bald weitergeht", sagt auch Stadtsprecher Michael Bergmann, der weiß, dass Mitarbeiter von Jugend- und Ordnungsamt mehrfach in der Woche vor Ort nach dem Rechten sehen würden. Der Reiz, die Anlage auszutesten, sei offenbar größer als die Vernunft. Ursprünglich war die Eröffnung für Dezember geplant, da gab es im Rahmen eines Richtfests mit Oberbürgermeister Thomas Geisel aber nur ein Soft-Opening.

(arc)
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