Eller/Oberbilk/Wersten: Lärmmessung am Bahnhof kommt

Eller/Oberbilk/Wersten : Lärmmessung am Bahnhof kommt

Ganz schnell soll es jetzt gehen, wie Dezernentin Helga Stulgies im Umweltausschuss berichtete. Schon nach der Sommerpause sollen der Politik die Ergebnisse von der Messung am Abstellbahnhof in Eller vorgestellt werden.

Einen großen Etappensieg nennt Petra Krüger die Nachricht, die aus dem Umweltausschuss gekommen ist: Am Abstellbahnhof in Eller werden nicht nur Lärmmessungen gemacht, sie sollen sogar ganz zeitnah kommen, wie Ratsfrau Dagmar von Dahlen (CDU) berichtet. "Das tut uns richtig gut", sagt Krüger, die seit mehr als 35 Jahren am Grüner Weg wohnt und die in den vergangenen Monaten immer wieder schlaflose Nächte und anstrengende Tage hatte, weil manchmal eine Woche am Stück die Bahnen gerattert haben, die direkt vor Krügers Wohnung abgestellt wurden.

"Ich habe die erfreuliche Information, dass uns die DB Regio, die DB Netze und das Eisenbahn-Bundesamt bei der Lärmmessung unterstützen wollen, so dass wir nun damit beginnen können", sagte Dezernentin Helga Stulgies im Umweltausschuss. Drei Gutachterbüros hat die Stadt bereits angefragt, zwei sind der Einladung gefolgt und haben sich die Gegebenheiten vergangene Woche mit der Verwaltung angeschaut. Stulgies ist optimistisch, den Auftrag für die Messung Anfang Mai vergeben zu können. Dann soll es ganz schnell gehen, drei Monate dauert das ganze Verfahren, nach der Sommerpause sollen die Ergebnisse der Politik vorgestellt werden. "Denn ein Kriterium bei der Vergabe des Auftrages ist auch, dass der Gutachter zügig die Arbeit aufnimmt", so Stulgies.

"Es soll sogar in unmittelbarer Nähe der Beschwerdeführer gemessen werden", sagt Dieter Reinold von der CDU, betroffen sind die Anwohner des Grüner Wegs, vor allem aber die Menschen vom Speyerweg, wie Michael Strelow, der sich wie Petra Krüger freut über die Neuigkeiten, "auch wenn hier seit einem Monat himmlische Ruhe herrscht", sagt er. Die will er auch weiterhin haben, setzt also viel Hoffnung in die Lärmmessungen. Dankbar sind Strelow und Krüger den Stadtteilpolitikern für ihren Einsatz, die seit eineinhalb Jahren unermüdlich gekämpft, das Thema auf die Tagesordnungen der Gremien gebracht haben. "Wir sind so lange ignoriert worden, keiner fühlte sich zuständig", sagt Krüger, die sich nie einschüchtern ließ von den großen Namen. Auch wenn es immer mal wieder Rückschläge gegeben hat.

So wie im Januar, als der Umweltausschuss keine zusätzlichen Luftqualitäts- und Schallimmissionsmessungen im Umfeld des Abstellbahnhofs beschließen sollte, obwohl die Bezirksvertretung 8 solche Messungen empfohlen und unter anderem von der Bezirksvertretung 3 Unterstützung bekommen hatte. Die Vorlage wurde zurückgezogen, eine überarbeitete Version einen Monat später von der Verwaltung vorgelegt. Außerdem ist die Anregung der Grünen aufgenommen worden, nämlich das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz zu bitten, den Bahnhof bei der nächsten Luft-Messkonzeption zu berücksichtigen.

(RP)