Gutachten liegt vor: Abstellbahnhof in Düsseldorf-Eller ist zu laut

Lärmschutz in Eller : Abstellbahnhof ist zu laut

Die Ergebnisse liegen vor. Der Gutachter bestätigt den Eindruck der Anwohner.

Eine gute Nachricht jagte in den letzten Tagen die andere für die Anwohner des Anstellbahnhofs. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht bestätigt hat, dass Anlagen wie der Abstellbahnhof in Eller dem Bundesimmissionsschutzgesetz unterliegen, sind jetzt auch noch erste Ergebnisse der Lärmmessungen vom Sommer vorgestellt worden. An fünf Wohnhäusern sind die Anlagengeräusche von der „Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm“, kurz TA Lärm, ermittelt worden. Der Gutachter hat erhebliche Überschreitungen festgestellt. Bei den Wohngebieten wurden die Richtwerte sogar so weit überschritten, dass es „mehr als doppelt so laut dort war, wie es sein sollte“, erklärte die Verwaltung im Umweltausschuss. Blicke man auf die Richtwerte für Mischgebiete, sei es immer noch „deutlich zu laut“. Immerhin: Grenzwerte, die als gesundheitsgefährdend gelten, wurden nicht überschritten. Die Stadt will die Ergebnisse des Gutachtens jetzt schnell an das Eisenbahn-Bundesamt weiterleiten. „Wir sind aber jetzt auch darauf angewiesen, dass das Bundesamt als zuständige Behörde das der Deutschen Bahn so mitteilt“, sagte Thomas Loosen, Leiter des Umweltamtes. „Das Gutachten stellt eine geeignete Grundlage dar, um sowohl gegenüber den Eisenbahnunternehmen als auch dem Eisenbahn-Bundesamt zu verdeutlichen, dass Handlungsbedarf zum Lärmschutz der Anwohner besteht“, sagt die Verwaltung.

Seit Jahren ist der Lärm vom Abstellbahnhof für die Elleraner, einige Werstener und Oberbilker eine Last. Anwohnerin Petra Krüger war es schließlich, die mit ihrem verzweifelten Hilferuf vor zwei Jahren das Thema publik machte. Unterstützung bekam sie vor allem von der CDU aus dem Stadtbezirk 8. „Jetzt ist offiziell, was die Anwohner schon seit Jahren wissen: Es ist zu laut am Abstellbahnhof“, sagt Philipp Tacer (SPD), Vorsitzender des Umweltausschusses. Stadt und Politik müssten nun maximalen Druck auf das Eisenbahn-Bundesamt ausüben. Dafür erhielt er im Ausschuss allgemeine Zustimmung. CDU-Fraktionschef Rüdiger Gutt sprach von einer „David-gegen-Goliath-Geschichte“, die nun ein Ende finde.

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