Eller: Gebäudefront soll Neubaugebiet vor Lärm schützen

Eller: Gebäudefront soll Neubaugebiet vor Lärm schützen

Für die Entwicklung des Gewerbegeländes gibt es einen Siegerentwurf. Die Architekten kommen aus Düsseldorf und Kopenhagen.

Für das zukünftige Wohngebiet auf dem Areal zwischen Jäger-, Festenbergstraße sowie dem Parkplatz am S-Bahnhof Eller Mitte steht seit Dienstag ein Bebauungsplan fest. Der zuständige Lenkungsausschuss hat sich im Anschluss an ein öffentliches Bürgerforum einstimmig für einen Entwurf von zwei Architektenbüros aus Düsseldorf und Kopenhagen entschieden. Statt Wohnblöcken soll eine große Gebäudefront die zukünftigen Anwohner vor Lärm schützen und gleichzeitig das Quartier öffnen.

Für die Architekten war die Ausarbeitung der Pläne eine Herausforderung, weil eine Baumgruppe von Blutbuchen auf dem Gebiet zu erhalten ist und die Anwohner zudem vor Lärm geschützt werden sollen. Zudem galt es, die Ideen und Anregungen der Nachbarn zu berücksichtigen, die bei einem Workshop im vergangenen Dezember erarbeitet wurden. Dabei waren unter anderem Wünsche nach grünen Freiflächen und ausreichenden Parkmöglichkeiten durch eine Tiefgarage geäußert worden. Der gemeinsame Plan des Düsseldorfer Architektenbüros RKW und von Urban Agency aus Kopenhagen ist nach Meinung des Lenkungsausschusses diesen Anforderungen am besten gerecht geworden. Eine große Freifläche soll das Gebiet für Nachbarn öffnen. Gleichzeitig soll die Gebäudefront diese Fläche vor Lärm durch Bahnverkehr und das angrenzende Gewerbe schützen. Die Bewohner selbst sollen außerdem bessere Fenster erhalten.

Durch den umfassenden Lärmschutz kam der gewählte Vorschlag auch bei den anwesenden Anwohnern gut an. "Lärm darf die Anwohner nicht beeinträchtigen", sagte etwa Christa Grunwald. Ähnlich äußerte sich Ralf Backens, der in der Nachbarschaft ein Bauunternehmen betreibt. "Der Lärmschutz ist wichtig, um auch Konflikte mit uns Gewerbetreibenden zu vermeiden", sagte er. Darüber hinaus trieb die Bewohner noch immer die Parkplatz- und Verkehrssituation in dem Gebiet um. Diese sei schon jetzt äußerst angespannt, so dass der Wunsch nach genügend Stellflächen für die Fahrzeuge der künftigen Elleraner noch einmal angesprochen wurde.

In den kommenden Wochen und Monaten soll der Siegerentwurf im Bauleitverfahren konkretisiert werden. Weiterhin in enger Abstimmung mit den Anwohnern, wie die städtische Planungsdezernentin Cornelia Zuschke versprach.

(RP)