Feuerwehreinsatz am Düsseldorfer Zamek-See - Fische haben zu wenig Sauerstoff

Feuerwehreinsatz in Düsseldorf : Fische im Zamek-See haben immer noch zu wenig Sauerstoff

Seit dem Vormittag ist die Feuerwehr erneut mit Pumpen im Einsatz, um durch Verwirbelung mehr Sauerstoff in den Zamek-See zu bringen. Dort waren am Montag mehr als 50 tote Fische entdeckt worden. Die Ursache ist unklar.

Wasserproben des Umweltamts hatten zwar nachgewiesen, dass sich der Sauerstoffgehalt durch die mehr als vierstündige Pumpaktion der Freiwilligen Feuerwehren am Montagabend auf zwei Milligramm pro Liter verdoppelt hat. „Das reicht aber nicht, Fische brauchen vier bis sechs Milligramm pro Liter“, sagte ein Sprecher des Umweltamts.

Der Zamek-See hatte am Dienstagmorgen mit knapp über zehn Grad Celsius eine für die Jahreszeit ungewöhnlich hohe Temperatur. Auch an Frischwasser mangelte es in der langen Trockenperiode. Dazu kommt, dass mit dem Herbstbeginn nun viel Laub im Wasser landete, das beim Verrotten Sauerstoff verbraucht. „Es kann gut sein, dass Kälte und Regen uns jetzt in die Karte spielen“, so der Sprecher. Am Mittwoch hofft das Umweltamt, aus den Laboruntersuchungen die Ursache für den Sauerstoffentzug zu erfahren. Weitere Fische seien unterdessen nicht verendet. Weil aber während des Einsatzes mehrere nach Luft schnappende Fische am Ufer gefunden wurden, hat die Feuerwehr ein mit Frischwasser gefülltes Bassin aufgestellt und die Tiere dort hineingesetzt. Der Angelverein hat es übernommen, den See im Auge zu behalte und Fische in Not in das Bassin zu setzen.

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