Eller: Sorge um Erhalt zweier Häuser an der Gumbertstraße

Bezirksvertretung : Historiker sorgt sich um Verdichtung an der Gumbertstraße

Ulrich Brzosa ärgert sich, dass es kein vernünftiges Denkmalschutzkonzept für Eller gebe. Heute tagt die Bezirksvertretung.

Zu ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr kommt die Bezirksvertretung 8, zuständig für Eller, Lierenfeld, Vennhausen und Unterbach, heute um 17 Uhr im Rathaus Eller am Gertrudisplatz 8 zusammen. Lang ist die Tagesordnung, die die Stadtteilpolitiker abarbeiten müssen, darunter eine Bauvoranfrage für die Gumbertstraße und eine Informationsvorlage zum Thema „Umbau einer Lagerhalle mit Abbruch und Neubau der Verwaltungbereiche, Nutzungsänderung der Lagerhalle in Baustoffhandel für Gewerbetreibende“.

Gumbertstraße Schon vor acht Jahren hatte es eine Bauvoranfrage genau zu diesen Objekten gegeben, und schon damals kritisierte Historiker Ulrich Brzosa, dass es kein vernünftiges Denkmalschutzkonzept für den Stadtteil Eller gibt. Damals plante ein Investor, die Bestandsgebäude abzureißen und stattdessen ein drei- bis viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus zu errichten. „Die Gumbertstraße wird immer weiter verdichtet“, kritisiert Brzosa. Irgendwann verlief die Bauvoranfrage von 2010 im Sande, jetzt steht sie fast genauso wieder auf der Tagesordnung. Geplant ist diesmal, zwei viergeschossige Wohn- und Geschäftshäuser mit Tiefgarage und Satteldach und rückwärtig ein- bis zweigeschossige Wohngebäude mit Staffelgeschoss zu errichten. Die CDU will heute Beratungsbedarf anmelden, „Bedenken hat Herr Brzosa nicht zu unrecht“, sagt etwa Dagmar von Dahlen (CDU).

Schützenwiese Die Entwicklung rund um die Straße An der Schützenwiese beschäftigt die Anwohner und die Politik seit Wochen intensiv, zuletzt wegen der geplanten Bebauung Königsberger Straße/Tulpenweg. Jetzt informiert die Verwaltung über den Umbau einer Lagerhalle und einer zusätzlichen Ausfahrt auf die Straße „An der Schützenwiese“. Die CDU-Fraktion hatte im Frühjahr 2018 eine Anfrage an die Verwaltung gerichtet, ob eine Baugenehmigung und sonstige Genehmigungen für die Nutzung des Grundstücks erteilt wurden. „Warum hat die Verwaltung seinerzeit zwar die Baugenehmigung berichtet, aber die Genehmigung einer Hallenausfahrt, die zum Stellplatzverlust führt, verschwiegen, und das, obwohl ihr die Sensibilität der Verkehrssituation in diesem Bereich bekannt ist“, fragt Christian Rütz (CDU), der eine lange Liste mit Fragen vorbeireitet hat, die die Verwaltung in der heutigen Bezirksvertretungssitzung beantworten soll.

(nika)