Eller : Eller feiert lange und ausgiebig

Der Zweite närrische Frühschoppen war wieder ein voller Erfolg. 700 Karnevalisten feierten mehrere Stunden ausgelassen. im Festzelt. Der Jrön-Wiss-Präsident Klaus Use heizte den Jecken dabei ordentlich ein.

Es brauchte nicht viel und das feierwillige Narrenvolk in Eller sprang von den Sitzen auf, schwang die "Füttchen" hin und her, klatschte in die Hände und die Party ging ab. Dabei war es gerade mal ein Uhr mittags. Den zumeist verkleideten 700 Närrinnen und Jecken war es egal. Beim Zweiten närrischen Frühschoppen im Festzelt auf dem Eller Schützenplatz war der Beginn etwas unkarnevalistisch auf 12.30 Uhr festgelegt worden. In der Karnevalszeit wäre 11.11 Uhr opportun. "Stimmt, aber das ging nicht", meint der Vorsitzende der Karnevalsgesellschaft (KG) "Jrön-Wisse Jonges" Dieter Müller. Denn am Abend vor dem Frühschoppen feierte der St. Sebastianus Schützenverein Eller sein Titularfest. Der karnevalistische Anstrich konnte dem Schützenzelt deshalb erst am Morgen des närrischen Frühschoppens gegeben werden. "Das war aber kein Problem. Es waren gut 30 Leute hier, die das Zelt geschmückt haben", so Müller. An Freiwilligen mangelte es also nicht, denn der Frühschoppen war eine Gemeinschaftsproduktion der St.-Sebastianus-Schützen, der KG Hötter Jonges und Jrön-Wisse Jonges, der Interessengemeinschaft Eller Veedelszoch und der Werbegemeinschaft Eller.

Kaum war der letzte Luftballon aufgehängt, drängte das Narrenvolk in den Multifunktions-Leichtbau, denn zum Auftakt der vormittäglichen Sitzungsparty stand bereits der karnevalistische Höhepunkt an. Düsseldorfs Tollitäten Prinz Christian III. und seine Lieblichkeit Venetia Alina hielten pompösen Einzug. "Ich finde es toll, dass ihr den Brückenschlag zwischen Sommer- und Winterbrauchtum geschafft habt. Dann können wir das ganze Jahr feiern", sagte Venetia Alina und erhielt donnernden Applaus. Auch die Tollitäten vollzogen den Brückenschlag und verliehen die Prinzenorden an Schützenchef Lothar Adams, IG-Veedelszoch-Vorsitzende Ute Ast und Werbegemeinschafts-Vorstandsmitglied Ralf Hansen. Jrön-Wiss-Präsident Klaus Use ging leer aus, hielt sich aber schadlos, weil er der Einzige war, der den Sessionsorden der "KG Tills Freunde" erhielt. Nicht ganz zufällig ist das Kinderprinzenpaar der "Tills Freunde" Prinz Marco und Venetia Katharina Eller verbunden. Sie sind die Kinder von Schützenchef Adams.

Use war die Stimmungskanone im Moderatorenteam. Er heizte den Saal ein und bereitete die umjubelten Auftritte unter anderem der Tanzgarde Hilden, Tambour- und Fanfarencorps Eller, Rhythmik-Fanfaren Eller, Rhine Guards Brass & Drum Corps, Hahnenschrei, et Roschen, Kokolores, Altstadt Funken, Natalie Grant, Revolution Tanzgarde und der Musikband "De Fetzer" vor.

Das Programm war pickepacke-voll, dauerte bis 17 Uhr und war eigentlich minuziös geplant. Aber wie so oft im Leben, es ging nicht alles nach Plan. "Hahnenschrei" etwa verspätete sich, aber kein Problem, denn die Tanzgarde Hilden war vor der Zeit da und zog einfach ihren Auftritt vor. "Ohne Flexibilität geht gar nichts im Karneval", bestätigte Müller. Er blieb übrigens während des närrischen Frühschoppens konsequent bei nicht-alkoholischen Getränken. "Man kann auch ohne Alkohol feiern. Dann erlebt man alles ungetrübt", so Müller. Ein Tipp, den sich so manch ein Karnevalsjeck an den närrischen Tagen hinter die Ohren schreiben sollte.

(RP)