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Düsseldorf testet zweiten Blitzer-Anhänger

Blitzer-Test in Düsseldorf : Blitzer „Robert“ wird nächste Woche scharf gestellt

(sg) Den ein oder anderen Autofahrer dürfte er schon erschreckt haben: Seit einigen Tagen steht an der Straße Klein-Eller ein Blitzer, der erst auf den zweiten Blick als solcher erkennbar ist. Die gute Nachricht aus der Stadtverwaltung: Wer von dem mobilen Messgerät, das in einen Autoanhänger integriert ist, geblitzt wurde, muss nicht mit einem Knöllchen rechnen.

Der Blitzer „wurde zu Schulungszwecken aufgebaut, wobei jedoch keine gerichtsverwertbaren Messungen produziert wurden“, teilte Stadtsprecher Volker Paulat mit. Erst nächste Woche soll das Gerät in Oberbilk scharf gestellt werden

Der „semistationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanhänger“, vom Hersteller Jenoptik Robot schlicht „Robert“ genannt, kann mehrere Fahrspuren gleichzeitig überwachen und gut sieben Tage an derselben Stelle seine Arbeit tun, ohne dass städtisches Personal zum Akku-Laden oder Datenauslesen vorbeikommen muss. Ein ähnliches Modell aus Wismar ist bereits seit Herbst im Test. Der „Enforcement Trailer“ ist durch seine weiße Pyramidenform deutlich auffälliger als der mausgraue Traffistar von Jenoptik, der im Auftrag des Kreises Mettmann auch schon an der Autobahn 3 gestanden und dort für Ärger gesorgt hat, weil Kommunen an Autobahnen keine mobilen Geräte einsetzen dürfen. Das gilt aber nicht fürs Stadtgebiet, weshalb das Düsseldorfer Ordnungsamt die Anschaffung eines Blitzanhängers schon wegen der Personalersparnis plant.

Welches Modell es wird, soll der Test entscheiden. Dazu wird „Robert“ ab kommender Woche an der Schmiedestraße eingesetzt, wo der „Enforcement Trailer“ im Oktober knapp 2500 Autofahrer mit durchschnittlich 20 km/h zu viel erwischte. Es gehe aber nicht um den Vergleich der Knöllchenzahlen, sondern um Auslöseentfernungen, Messwinkel, Erfassungsradien und Ähnliches, betont der Stadtsprecher. Die Blitzer dienten der Unfallverhütung und nicht als Einnahmequelle. Um Geld wird es am Ende aber wohl auch gehen: Der Enforcement-Trailer kostet rund 130.000, „Robert“ knapp 200.000 Euro.