Düsseldorf: Neuer Träger für Jugendfreizentrum Eller

Jugendarbeit in Düsseldorf : Neuer Träger für Jugendzentrum Eller

Lange war unklar, ob die Einrichtung eine Zukunft hat. Jetzt will die Katholische Jugendagentur die Arbeit an der Bernburger Straße fortführen. Sie will auch ein Signal nach außen geben, dass das Jugendzentrum unter neuer Leitung ist.

Auch wenn der Vertrag noch nicht notariell beglaubigt wurde, ist die Nachricht für viele Elleraner aber jetzt schon eine gute: Die Jugendfreizeiteinrichtung an der Bernburger Straße wird wiedereröffnet, die Trägerschaft übernimmt die Katholische Jugendagentur, die in diesen Tagen die Dokumente unterzeichnen will. Ziemlich genau ein Jahr ist es her, als der Vorstand des Vereins Jugendzentrum Eller zurücktrat. Es hatte Streit gegeben unter den Mitgliedern. Das Jugendamt strich die Förderung, weil der Verein ohne Vorstand nicht mehr existierte und damit nicht die Bedingungen erfüllte für die städtischen Gelder.

Die Angebote wurden ab dem Zeitpunkt weniger, nach den Sommerferien 2018 schließlich komplett eingestellt. Die Bezirksvertretung 8 setzte sich dafür ein, dass die Einrichtung eine Zukunft hat, führte viele Gespräche mit dem Jugendamt. Dessen Leiter Johannes Horn sagte zuletzt, dass der Bedarf da sei im Stadtteil. Weil das Grundstück der Katholischen Kirche gehört, nahmen Politik und Jugendamt auch Kontakt zur Katholischen Jugendagentur auf, die die Freizeiteinrichtung überarbeiten, ein bisschen modernisieren und fortführen will. Ganz einfach ist die Übergabe allerdings nicht: Zuerst musste der Verein Jugendzentrum Eller wieder arbeitsfähig gemacht werden, „das ist im März passiert“, sagt SPD-Ratsherr Harald Walter, der nun selbst im Vorstand des Vereins ist. Nur so kann eine formale Übergabe an einen neuen  Verantwortlichen übertragen werden. Ein Jahr wird Walter den Not-Vorstand aufrecht erhalten, „sollten zum Beispiel Ansprüche Dritter kommen“, erklärt er. Dann wird der Verein endgültig aufgelöst. „Vielleicht wird es mal einen Förderverein geben“, sagt Walter, „aber das ist ein ganz vorsichtiger Gedanke.“

Die Katholische Jugendagentur hat sich bereits ein Bild gemacht vom Zustand des Gebäudes, der Außenfläche. „es ist einiges zu tun“, sagt Geschäftsführer Ralph Baumgarten, der auch ein Signal nach außen geben will, dass das Jugendzentrum unter neuer Leitung ist. Was aber nicht bedeute, dass man Hunderttausende von Euro investieren wird. Baumgarten führt auch schon Einstellungsgespräche mit Pädagogen, sucht den Kontakt zu Kitas im Stadtteil und der Schule nebenan an der Bernburger Straße. Ein Eröffnungstermin steht noch nicht fest, im Sommer jedenfalls wird es noch keine Angebote geben im Jugendzentrum.

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