Düsseldorf-Eller: CDU fordert Stopp der dritten Umweltspur

Verkehr in Düsseldorf : CDU fordert Stopp der dritten Umweltspur

Grund dafür ist die Stickstoffdioxid-Belastung an der Bernburger Straße, die als Ausweichroute gilt. Dort sind die Grenzwerte 2018 überschritten worden. Die CDU fürchtet, dass es mit der dritten Sonderspur in der Innenstadt noch schlimmer wird.

Die Stickstoffdioxid-Belastung an der Bernburger Straße ist zu hoch. Zu diesem Ergebnis kommt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes NRW, das Anfang 2018 an der Hauptstraße in Eller eine Messstelle eingerichtet hat. Eine erste Bilanz zum vergangenen Jahr gab es bereits vor den Sommerferien, in der schon abzusehen war, dass die Belastung an der Bernburger Straße zu hoch sein würde. Jetzt wird im Umweltausschuss der abschließende Bericht vorgelegt. Darin steht, dass mit 45 Mikrogramm pro Kubikmeter der Grenzwert überschritten wurde, der bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter liegt. Diese Auswertung nimmt die CDU im Eller Rathaus wieder zum Anlass, den Stopp der dritten Umweltspur zu fordern, die in einer Woche starten soll und die um ein Vielfaches länger ist als die beiden bisherigen.

Sie soll von der Werstener Straße am Südpark erstmal bis zur Corneliusstraße verlaufen, später dann bis zum Nordstern ausgebaut werden. „Der jetzt veröffentlichte Luftmessbericht zeigt, dass die Stadt nicht nur in der Innenstadt ein Stickstoffdioxid-Problem hat, sondern auch in den Stadtteilen Eller und Lierenfeld. Die große Umweltspur wird diese Situation dramatisch verschärfen“, sagt Ellers CDU-Vorsitzende und Fraktionschefin Dagmar von Dahlen. Sie fürchtet, dass Pendler bereits an der A46-Ausfahrt Düsseldorf-Eller abfahren, um nicht im Stau in der Innenstadt zu stehen, stattdessen über die Achse Danziger und Bernburger Straße, Klein Eller, Am Turnisch, Reisholzer und Erkrather Straße bis zum Lastring in die Innenstadt kommen. Damit werde der Lkw- und Autoverkehr von der Innenstadt in die Stadtteile umverteilt, so die CDU. Die Umweltspuren haben aus Sicht der Ampel-Kooperation den Vorteil, dass alle Autofahrer weiter in die Innenstadt fahren dürfen. Das Ratsbündnis aus SPD, Grünen und FDP hatte die Sonderspuren gemeinsam mit der Stadtspitze um Oberbürgermeister Thomas Geisel entwickelt.

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