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Düsseldorf: Chor PaterNoster aus Eller feierte sein 30-Jähriges

Evangelische Mirjam-Kirchengemeinde : Chor PaterNoster will Gospel mit Klassik kombinieren

(RP) „Thank you for the Music“ – Danke für die Musik, das ist das Motto beim Gospelchor PaterNoster aus Eller. Der in der Evangelischen Mirjam-Kirchengemeinde beheimatete Chor ist 30 Jahre alt geworden und feierte das jetzt mit einem Gospelchurch – das ist ein Gottesdienst, in dem die Gospelmusik die Hauptrolle übernimmt.

Dabei hat der Chor auch den berühmten Abba-Song gesungen, der der Gospelchurch den Titel gab. Seit 30 Jahren kommen die Sänger von PaterNoster freitags zur Probe zusammen. Aus anfänglich einem Dutzend Musikbegeisterter ist inzwischen ein 40-köpfiger Chor geworden. Unter der Leitung von Kirchenmusikerin und Chorleiterin Elke Wisse hat der Chor zahllose Auftritte nicht nur in der eigenen Kirchengemeinde absolviert.

PaterNoster hat oft die lange Reihe der Gospelchurches in der Johanneskirche vor Jahren begleitet, der Chor hat bei Gospelkirchentagen – zum Beispiel in Hannover, aber auch beim Düsseldorf-Gospeltreffen – sowie beim Kölner Kirchentag gastiert und war stets bei der großen Gospeltime dabei, die im Zweijahresrhythmus in der Düsseldorfer Tonhalle bei ausverkauftem Haus über die Bühne ging.

Der Chor perfektionierte sich immer mehr in Sachen Gospelmusik. Er nahm an Workshops teil und lud Profimusiker ein, die mit ihm Stücke einstudierten und Konzerte und Gospelchurches gaben – die deutsche Gospelgröße Helmut Jost ist hier zu nennen, genauso wie Ruthild Wilson, David Thomas und aus Amerika und der mittlerweile verstorbene Bob Singleton. So hat sich der Chor ein umfangreiches Repertoire erarbeitet. Die Sänger sind mit Begeisterung dabei, wie etwa Gerd Albert, der seit den Anfangstagen dazu gehört: „Man wird das Singen nie müde“, sagt er. Nach einer anstrengenden Woche geht er freitags zur Probe, singt die ersten Töne und merkt: „Singen macht happy“.

Chorleiterin Wisse weiß, dass Gospel nicht nur Musik ist, sondern auch Gefühl: „Gospel ist ganz emotional. Und das kommt bei den Leuten an. Alle springen auf und sind begeistert. Aber es gibt auch immer Leute, die anfangen zu weinen, und das ist etwas, was mich ganz tief berührt.“

Nach drei Jahrzehnten Gospel hat Wisse weitere Pläne mit dem Chor. Ihr geht die Idee eines Programms „Klassische Musik trifft auf Gospel“ durch den Kopf. Am 16. Mai ist der Chor einmal anders zu erleben. Er singt weltliche Lieder, wenn es heißt: „PaterNoster sings no Gospel“.