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707 in Düsseldorf-Eller: Guter Schritt für die Verkehrswende

Kommentar in Düsseldorf : Ein guter Schritt für die Verkehrswende

Auch wenn die Umweltspuren wohl bald Geschichte sind, sollte der Ausbau des ÖPNV nicht stoppen. Die 707 könnte mit vergleichsweise einfachen Mitteln reaktiviert werden, um nicht nur mehr Lebensqualität in der Innenstadt zu schaffen.

Alle reden über die Verkehrswende, über bessere Luft und autoarme oder autofreie Innenstädte. Parkhäuser werden teurer, Stellplätze gestrichen, Umweltspuren gebaut, damit Pendler umsteigen auf den ÖPNV. Doch die wenigsten sind tatsächlich umgestiegen, weil das passende Angebot schlicht fehlte, sie setzten sich nach wie vor morgens ins Auto und nahmen Kilometer lange Staus in Kauf, die sich nicht in der Innenstadt gebildet haben, sondern in den Randgebieten. Der Stadtbezirk 8 hat die Folgen der Sonderspuren deutlich zu spüren bekommen. Deshalb ist es wohl auch die Politik dort, die sich Gedanken gemacht hat über den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Nun sind die Umweltspuren wohl bald Geschichte, dafür setzt sich Oberbürgermeister Stephan Keller ein. Doch das eine soll das andere aber nicht ausschließen. Dass mit relativ einfachen Mitteln gleich mehrere Stadtteile über den ÖPNV mit dem Zentrum besser angebunden werden könnten, ist eigentlich wie ein Geschenk. Jetzt liegt es an den Verantwortlichen, mit dem Denkanstoß für mehr Lebensqualität nicht nur in der Innenstadt zu sorgen.

nicole.kampe@rheinische-post.de