Bauen in Düsseldorf : Neue Wohnungen für Eller

Die Bezirkspolitik hat grünes Licht für das Bauprojekt an der Schloßallee gegeben.

Zu viele Fragen waren im Januar unbeantwortet geblieben zum Bauantrag für das Gelände an der Schlossallee 3, eine Entscheidung konnte und wollte die Bezirksvertretung 8 damals nicht fällen. Jetzt, gut einen Monat später, hat die Politik abgestimmt und grünes Licht für die Bebauung gleich neben der Haltestelle Vennhauser Allee gegeben. Dort sollen 27 Wohnungen entstehen, die zwei oder drei Zimmer haben werden, im Erdgeschoss gibt es Platz für Gewerbe. „Aber keine Lebensmittel“, sagt Peter-Uwe Möller von Lindner Architekten, der das Projekt begleitet. Es habe keinen Bedarf gegeben, weil die Gumbertstraße nur ein paar Schritte entfernt liegt.

Bauchschmerzen hatte die Politik im Januar unter anderem wegen des barrierefreien Ausbaus der Haltestelle „Vennhauser Allee“. „Wir müssen abwarten, wie das Amt für Verkehrsmanagement die Station plant“, sagte die Verwaltung, die einen langen Fragenkatalog abzuarbeiten hatte. Prinzipiell stünde das Projekt an der Schloßallee dem Vorhaben aber nicht im Weg, das auf einem privaten Grundstück realisiert wird. Probleme hatten die Mitglieder der Bezirksvertretung 8 auch mit der Fällung eines Baums an der Straße, damit die Zufahrt auf das Areal ermöglicht wird. Sie wünschten sich die Erschließung über die Von-Krüger-Straße. Der Entwurf hielte sich allerdings an die Festsetzung im Bebauungsplan, ermögliche die Zufahrt für die Feuerwehr, „außerdem ist der zu fällende Baum nicht alleeprägend“, hieß es in dem Vortrag, bei dem ein Foto gezeigt wurde von jenem Baum, der weichen soll – zu sehen war ein junges, kleines Gehölz. Eigentlich sollte dieser ersatzlos gefällt werden, doch Möller sicherte zu, einen Platz auf dem Grundstück für die Nachpflanzung zu finden.

Beim Thema preisgedämpftes Wohnen, das Markus Dreist (SPD) in der ersten Vorlage vermisste, hatte sich die Verwaltung noch mal beim Investor erkundigt. Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten bestünde beim Investor allerdings kein Interesse, erklärte die Verwaltung, die keine Rechtsgrundlage hat, um auf den Investor Einfluss zu nehmen, weil die Stadt erst 2013 festgelegt hat, dass 40 Prozent Wohnraum öffentlich gefördert und preisgedämpft sein sollen. Christian Rütz (CDU) regte eine intensive Dachbegrünung an, die aber eine erhebliche statische Konstruktion erfordere, so die Verwaltung. Dafür seien auf dem dreigeschossigen Flachdach Solarpanele geplant.

Im Oktober 2017 ist der Bauantrag eingereicht worden. Architekt Peter-Uwe Möller wartet jetzt nur noch auf die Baugenehmigung. Er hofft, dass es mit dem Bau im Mai oder Juni losgehen kann.

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