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Derendorf: Ein Wohnhaus für ältere Menschen

Derendorf : Ein Wohnhaus für ältere Menschen

Eckhaus an der Jülicher Straße wird nach zehn Jahren Leerstand saniert.

Das marode Eckhaus an der Jülicher beziehungsweise Tußmannstraße wird nach zehn Jahren Leerstand endlich umgebaut. Der Bauherr, die Avensias GmbH, Immobilen- und Projektmanagement, plant dort ein Wohnhaus mit 48 Einheiten zu errichten, die aufgrund ihres Zuschnitts, ihrer Größe mit 35 bis 50 Quadratmetern und des Standards besonders für Senioren geeignet sein werden. Das Unternehmen mit Sitz an der Leopoldstraße weist darauf hin, dass es sich um normale Wohnungen und kein Seniorenheim handelt, man aber ausdrückliches "älteres Publikum einbeziehen" wolle.

Der Bauantrag liegt vor, die Baugenehmigung noch nicht, doch rechnen die Investoren eventuell schon in diesem Monat damit, grünes Licht für ihre Pläne zu bekommen. Im Erdgeschoss sollen eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren sowie mehrere Büros einziehen.

Seit 2000 steht das Gebäude leer. Es war im Jahr 1924 ursprünglich als Produktionsstandort und Lager für Schrauben errichtet worden. In den 1970-er Jahren residierte dort die Deutsche Angestellten-Akademie, zuletzt diente das Eckhaus als Unterkunft für Asylbewerber. Das mit der Planung beauftragte Büro Heck musste das Gebäude komplett entkernen. Zuletzt hatten sich Obdachlose dort dauerhaft aufgehalten. Ende 2011 war sogar eine Haschplantage im Obergeschoss entdeckt worden.

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Das viergeschossige Gebäude soll im Retro-Stil errichtet werden. Der Komplex schließt direkt an das neue Wohngebiet "Le Flair" auf dem ehemaligen Derendorfer Güterbahnhof an. Die Planer stimmen sich nach eigenen Angaben derzeit mit Interboden beziehungsweise Hochtief ab. Durch das Gebäude gibt es zur Tußmannstraße hin eine Feuerwehrdurchfahrt. Das das Baugesetz ohnehin eine zwei Meter breite Durchfahrt vorschreibt, wollen die Planer nun diesen Durchgang zu einem Verbindungsweg zum neuen Wohnquartier ausbauen, von dem man dann auch einen Zugang zur Jülicher Straße bekäme. Die Bauzeit wird etwas länger als üblich veranschlagt aufgrund der Differenz in der Bodenhöhe, die zwischen Jülicher Straße und dem angrenzenden Bahnbereich besteht.

(ch)