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Benrath: Ein Gedenkstein als Mahnung für den Erhalt

Benrath : Ein Gedenkstein als Mahnung für den Erhalt

Zur feierlichen Enthüllung des Gedenksteines für die Schloss- und Parkretter um Julius Melies kamen Nachfahren wie Melies' Enkelin.

"Ach, was hätte sich meine Mutter gefreut, wenn sie das heute hätte miterleben können. Alle haben immer gesagt, dass sie sehr nach ihrem Vater kam und ich weiß, dass meine Mutter ihren Vater sehr geliebt hat", sagt Karin Kreutzberg. Deren Großvater war Julius Melies, dem zu Ehren am Freitag am Ulmenkopf im Schlosspark ein Gedenkstein aufgestellt wurde. Extra aus München ist die inzwischen pensionierte Medizinjounalistin angereist, um mit eigenen Augen zu sehen, dass ihr "manchmal etwas strenger Großvater — ein Mann mit Prinzipien —, der immer tolle Geschichten erzählen konnte" im Düsseldorfer Süden nicht der Vergessenheit anheim geraten ist.

Besonders freute sich Karin Kreutzberg darüber, dass die Schüler des Cantabile-Chores vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasisum, die mit den Jagdhörnern des Hegerings Monheim für die musikalische Untermalung des Festaktes gesorgt hatten, so wenig Berührungsängste hatten und nach dem offiziellen Teile alle einmal den schön gemaserten Findling anfassen wollten.

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Neben der Melies-Enkelin und weiteren Nachkommen des 1948 in Köln gestorbenen Julius Melies, war es den Initiatoren auch gelungen, mit Trudi Schulte-Hagen die Enkelin von Carl Dreckmann ausfindig zu machen und zum vormittäglichen Festakt einzuladen. Die Urenkelin von Fritz Henkel, Simone Bagel-Trah, ohne dessen Geld Melies der Preußischen Regierung das Schloss und den Park nicht hätte abkaufen können, ließ sich wegen eines anderen Termins entschuldigen.

Doch auch ohne die Henkel-Aufsichtsratsvorsitzende hatten es sich viele gewichtige Düsseldorfer Persönlichkeiten auf nach Benrath gemacht — darunter Oberbürgermeister Dirk Elbers. Er zog eine Parallele zwischen Melies' erfolgreichem Kampf gegen den Bau einer Wohnsiedlung auf der Fläche von Schloss und Park und der heutigen Herausforderung, in einer Stadt wie Düsseldorf zum einen genügend bezahlbaren Wohnraum sowie zum anderen genügend Frei- und Entspannungsflächen zu bieten, in denen sich die Menschen gerne aufhalten und sich wohl fühlen. Den Findling empfindet Elbers auch als eine Mahnung an alle, weiter gut auf das Schloss und den Park aufzupassen. Aber er sei auch gekommen, um "Danke zu sagen für Ihr Engagement". Und das kam gut an, waren doch beim Festakt auch viele von denen anwesend, die mit einer Spende dafür gesorgt hatten, dass der Stein nach einem langen Vorlauf gestern in Sichtweite des Schlosses aufgestellt werden konnte.

(RP)