Düsseltal : Tankstelle ist bald Geschichte

Auf dem Grundstück an der Ecke Sohnstraße und Grafenberger Allee sollen zwei versetzte Gebäuderiegel mit insgesamt 74 Wohnungen entstehen.

Die Tankstelle an der Ecke von Sohnstraße und Grafenberger Allee prägt das Stadtbild an der Grenze zwischen Flingern und Düsseltal seit vielen Jahrzehnten. Allerdings nicht mehr lange, denn auf diesem Grundstück wird es bald das geben, was diese Stadt am nötigsten braucht: Wohnraum. Nach dem im Vorjahr ein Gutachterverfahren beauftragt wurde, gibt es jetzt einen Bebauungsplan-Vorentwurf, der in der Bezirksvertretung 2 begrüßt und abgesegnet wurde und nun dem Planungsausschuss vorgelegt wird. Demnach muss die Tankstelle ebenso abgerissen werden wie die an die Sohnstraße angrenzenden eingeschossigen Gartenhof-Bungalows.

Die geplante Neubebauung sieht einen fünfgeschossigen Gebäuderiegel mit deutlich gegliederter Fassade durch zurückspringende Treppenhäuser entlang der Sohnstraße vor. Daran anschließen soll sich senkrecht zur Grafenberger Allee ein gedrehter, achtgeschossiger Komplex. Mit diesem höheren, von der Sohnstraße zurückversetzten Kopfbau soll eine prägende Eckbetonung des Gesamtbaukörpers erreicht werden. Durch die Rückversetzung entsteht ein kleiner Platz, der eine Nutzung des im Erdgeschoss vorgeschlagenen Gewerbes - zum Beispiel Bäckerei oder auch Gastronomie, eventuell ergänzt durch eine Außenterrasse - ermöglicht. Besonders attraktiv dürften die insgesamt 74 vorgesehenen Wohnungen sein, da sie mit ihren Wohnbereichen auf den angrenzenden Hanielpark ausgerichtet sind - toller Blick, Ausrichtung zur Abendsonne und guter Schallschutz. Ein freier Zugang von der Sohnstraße zum Hanielpark soll geschaffen werden, regen die Stadtteilpolitiker an. Zudem ist angedacht, zumindest auf dem Riegel an der Sohnstraße Dachgärten anzulegen. Alle Wohnungen sind barrierearm gestaltet. Die Privatsphäre der im Erdgeschoss liegenden Wohnungen ist durch eine Anhebung über das Bürgersteigniveau sowie durch einen heckenumrandeten Vorgarten geschützt.

  • Superintendent Heinrich Fucks, Pfarrer Alfred Geibel
    Gemeindeleben in Düsseldorf : Ein Lastenrad als mobiles Schaufenster
  • Früher gehörte das Land einem Ritter,
    Stadtteil-Namen in Düsseldorf : Als Flingern dem Ritter Adolf von Vleingeren gehörte
  • Alt- (links) und Neubau (rechts) des
    Schule in Düsseldorf : Geheimplan für das Goethe-Gymnasium
  • Die Niederlande sind unverändert Hochinzidenzgebiet. Dennoch
    Einkaufen in Roermond trotz Corona : Shopping im Hochinzidenzgebiet
  • Corona in Düsseldorf : Das Impfmobil kommt jetzt in die Stadtteile
  • Der Vorfall ereignete sich am frühen
    Drei Leichtverletzte : Unbekannter beschießt Menschen in Kölner Innenstadt mit Pfeilen

Die Tiefgarage entlang der Sohnstraße bietet 61 Stellplätze für Autos und 78 Fahrradstellplätze, die alle Wohn- und Gewerbebereiche einschließt. Für Kinder ist eine Mitnutzung der Spielplätze im Park angedacht, die könnten aus diesem Anlass weiter aufgewertet werden.

Bei der Neubaumaßnahme würden die Vorgaben aus dem alten Handlungskonzept Wohnen (HKW) der Stadt, das bis 2016 anzuwenden war und eine feste Kontingentierung von 20 Prozent gefördertem, 20 Prozent preisgedämpftem und 60 Prozent frei finanziertem Wohnungsbau vorsieht, vollumfänglich Anwendung finden, heißt es in der Verwaltungsvorlage. "Dann wird die preisgedämpfte Nettokaltmiete hoffentlich bei 8,50 Euro liegen, so wie es 2013 noch der Fall war", sagt Harald Schwenk von den Grünen. Denn in der 2016 überarbeiteten HKW-Version ist die Nettokaltmiete auf 9,60 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Die Aufstellung des Bebauungsplanes soll nun im beschleunigten Verfahren vorangetrieben werden. Dementsprechend soll es eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit geben, die Ergebnisse würden dann in das Planverfahren einfließen.

(RP)