Geschäfte in Düsseltal haben Grund zu feiern

Shopping : Rethelstraße steht für Konstanz

Mehrere Geschäfte auf der Einkaufsstraße im Zooviertel feiern rundes Jubiläum.

Wer auf der Rethelstraße ein Geschäft eröffnet, bleibt in der Regel viele Jahre. Leerstand ist auf der Einkaufsstraße im Zooviertel die absolute Ausnahme. Bestes Beispiel: Optik Giessen feiert gerade 50-jähriges Bestehen. „Ich habe das Geschäft 1999 von meinem Vater übernommen“, erzählt Robert Giessen. Lange Zeit war es der einzige Optiker auf der Rethelstraße, inzwischen haben sich zwei große Ketten ebenfalls dort angesiedelt, dennoch hat sich Giessen behauptet. „Qualität, Beratung und ein breites Sortiment auch ungewöhnlicher Brillen“, nennt der Inhaber als die entscheidenden Faktoren, um am Standort zu bestehen. Mit dem immer noch wachsenden Quartier Central in der Nachbarschaft gelinge es zudem, neben den Stammkunden immer auch Neukunden anzuziehen. Dennoch müsse man sich stets etwas Neues ausdenken, um attraktiv zu bleiben. Giessens neuester Coup: eine Gin-Bar.

Zehn Jahre hat inzwischen auch Peter Müller mit seinem Interieur-Geschäft Goldfels auf dem Buckel. Ursprünglich arbeitete er in der Musikindustrie, beim Besuch der Messe „Maison & Object“ in Paris ging ihm dann ein Licht auf. „Da gab es so viele Dinge, die man hier nirgends bekam.“ Im Rethelhof eröffnete er seinen Laden für „Home & Garden“, inzwischen ist quer gegenüber ein zweites Geschäft für Funktionales, Papeterie, Bad und Küche hinzugekommen. Und es mache ihm immer noch einen Riesenspaß, als Einzelhändler im eigenen Geschäft zu arbeiten, betont er.

Die Zoo-Beutel gehen in die dritte Auflage. Christine Bolland und Elke Böttcher haben dafür gesorgt, dass die Händler auf der Rethelstraße wieder enger zusammengerückt sind, die Tasche mit dem aufgedruckten Elefanten ist zum identitätsstiftenden Alltagsutensil für die Menschen im Zooviertel geworden. Auch die beiden Geschäftsfrauen feiern mit ihrer Buchhandlung Zehnjähriges. „Kennen gelernt haben wir uns als Kindergarten-Mütter“, blickt Bolland zurück. Die Bibliothekarin brachte damals das Fachwissen mit, ihrer Partnerin hatte einen kaufmännischen Hintergrund, „so haben wir uns von Anfang an ideal ergänzt und sind das Risiko eingegangen, den Laden zu übernehmen“, sagt Bolland. Die beiden Frauen haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht, das Konzept ganz auf eine Stadtteil-Buchhandlung ausgerichtet und sich so am Standort etabliert.