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Feuer in Düsseldorf-Düsseltal: Fassadenbrand am Arag-Hochhaus

Feuer am Arag-Hochhaus in Düsseldorf : Mann muss aus 29. Stock gerettet werden

In Düsseldorf hat die Fassade des Arag-Hochhauses gebrannt. Bevor die Einsatzkräfte am Bürohaus eintrafen, hatte ein Großteil der Mitarbeiter bereits den Schreibtisch verlassen. Ein Mann musste gerettet werden.

Über die automatische Brandmeldeanlage ist die Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf am späten Mittwochmittag über einen Brand am Arag-Hochhaus in Düsseltal informiert worden. Ein Haustechniker hatte Rauch festgestellt und den Alarm betätigt. Aus bislang ungeklärter Ursache kam es zu einem Fassadenbrand an dem Bürokomplex, eine Evakuierungssirene warnte die Menschen im Gebäude, die das Haus zügig verließen.

Als die ersten Feuerwehrleute fünf Minuten später am Einsatzort eintrafen, hatte sich bereits ein Großteil der Mitarbeiter vor dem Hochhaus versammelt. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte eine Rauchentwicklung im Bereich hinter der Keramikfassade fest, die sich außen bis zum 15. Obergeschoss ausgebreitet hatte. Sofort ließ der Einsatzleiter weitere Feuerwehr- und Rettungsdienstkräfte über die Leitstelle nachalarmieren. Rund 65 Feuerwehr- und Rettungsdienstkräfte der Standorte Münsterstraße, Sankt-Franziskusstraße, Behrenstraße, Flughafenstraße, Posener Straße, Hüttenstraße, Frankfurter Straße sowie des Technik- und Kommunikationszuges der Freiwilligen Feuerwehr waren schließlich im Einsatz.

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Inzwischen begann die Feuerwehr die Fassade im Erdgeschoss zu öffnen und mit einem Strahlrohr die Flammen zu löschen. Über eine Drehleiter fuhr ein weiterer Trupp auf rund 25 Meter in die Höhe und ließ von dort ebenfalls Löschwasser hinter die Keramikfassade laufen, um so die Flammen zu ersticken. Die Rauchentwicklung ließ bald nach. Die Flammen hatten sich schlussendlich vom Erdgeschoss drei Meter nach oben gefressen.

Während die ersten Löschmaßnahmen außerhalb des Gebäudes noch anliefen, half ein Team einem mobilitätseingeschränkten Mann, der sich im 29. Stock befand, nach unten zu kommen. Zwei Höhenretter überprüften dann die komplette Fassade auf Glutnester – eine sehr zeitintensive Arbeit, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagt, weil die Keramikplatten einzeln von Hand gelöst werden mussten. Mit einer Wärmebildkamera kontrollierten die Höhenretter die Zwischenräume hinter den Fliesen.

Nach knapp drei Stunden rückten die Einsatzkräfte ab, die Menschen kehrten zurück ins Bürohaus. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei die Brandursache. Der entstandene Sachschaden kann noch nicht genauer beziffert werden.

Gegen 18 Uhr wird die Feuerwehr noch eine Nachkontrolle der Fassade machen.

(nika)