Düsseldorf: Spielplatz in der Kühlwetterstraße

Spielplatz in Düsseltal sorgt für Verärgerung : Kirschen für die Kühlwetterstraße

Seit Orkan „Ela“ fehlen auf dem Spielplatz Bäume. Nachpflanzungen gab es bisher nicht, geplant sind sie aber.

Eigentlich können die Kinder von der Kühlwetterstraße schon recht zufrieden sein: Es gibt eine Rutsche auf dem Spielplatz und eine Schaukel, ein kleines Klettergerüst und jede Menge Sand. Aber das Umfeld der Anlage ist seit Jahren ein Schandfleck. Hedwig Neske ist immer noch verärgert, wenn sie die kahlen Stellen auf dem Spielplatz sieht. Die engagierte Seniorin setzt sich bereits seit einiger Zeit dafür ein, dass diese Lücken mit neuen Bäumen gefüllt werden. Dass Bäume fehlen, hat den spielenden Kindern und ihren Eltern in den heißen Sommertagen zugesetzt.

„Viele Kinder haben geweint, sodass die Mütter mit ihnen nach Hause gegangen sind“, erzählt Neske. Aber auch bei Regenwetter gebe es auf dem Spielplatz keinen geeigneten Unterschlupf. Orkan „Ela“ hat 2014 hat die Kastanienbäume und Silberpappeln zerstört. Seitdem fehlen die Bäume – und die Kinder müssen ohne ihre schützenden Kronen auskommen.

Die Stadt Düsseldorf hat daran bislang nichts geändert: Zwar war das Gartenamt bereits vor ein paar Monaten mit einem Bagger dort angerückt, es wurden Löcher gebuddelt und diese mit Mutterboden befüllt, um dort neue Bäume zu pflanzen. Seitdem aber ist nichts mehr passiert. Nur die dunkleren Stellen, die sich vom Rest des Erdbodens unterscheiden, erinnern heute noch an das Vorhaben. Anstatt heranwachsender Bäume gedeiht dort bislang nur noch Unkraut.

Hedwig Neske, die früher Mitglied im Seniorenbeirat, beschäftigt das Thema sehr: „Der Spielplatz ist hoch frequentiert. Am Zoopark ganz in der Nähe wurden auch Bäume gepflanzt.“ Mehrfach hat Neske bei der Stadt nachgefragt – und bisher keine Antwort erhalten. Wie die Verwaltung gestern auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, soll es aber bald besser werden auf dem Spielplatz: Bis zum Frühjahr 2019 sollen dort vier Zierkirschen gepflanzt werden. Eine frühere Bepflanzung sei deshalb nicht möglich gewesen, „da die Bäume in laublosem Zustand gesetzt werden müssen“, so ein Sprecher.