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Düsseldorf-Düsseltal: Wenn der Bauherr die Bauaufsicht austricksen will

Bauen in Düsseldorf : Wenn der Bauherr die Bauaufsicht austricksen will

Für die einen mag es nur eine einfache Treppe sein. Aber die Bauaufsicht versteht keinen Spaß, wenn Eigentümer ohne Erlaubnis etwas in den Garten setzten, was sie nicht dürfen. Für einen Düsseltaler ist das jetzt teuer geworden.2

Da hat ein Bauherr aus Düsseltal aber noch mal Glück gehabt: Beim Umbau des schmucken Hauses an der Kloppstockstraße hatte der Eigentümer auch den Garten erneuert und eine breite Treppe installiert, die vom großzügigen Terrassenbereich runter zum Rasen führt. Dass das so nicht genehmigt war, machte dem Bauherren offenbar nichts aus. Zwar hatte er eine Erlaubnis für die Treppe, doch die Größe und vor allem Tiefe der Treppe war nicht von der Bauaufsicht abgesegnet. Was den städtischen Mitarbeitern bei der Abnahme nicht entgangen ist. Weil die Treppe die zulässige Bebauungstiefe um mehr als drei Meter überschreitet, musste der Eigentümer jetzt nachträglich einen Antrag einreichen, um von der Bezirksvertretung 2 eine Befreiung für diese Überschreitung zu bekommen. Verständnis hatte das Gremium wenig für das Vorgehen des Düsseltalers, „hat dieses zusätzliche Verfahren jetzt wenigstens richtig Geld gekostet?“, fragte Michael Kendura (SPD). Etwa das Dreifache wird der Eigentümer jetzt bezahlen müssen, weil er einen neuen Bauantrag einreichen und die Architekten noch mal kommen lassen musste. Außerdem wird er ein Ordnungsgeld zahlen, sagt die Verwaltung, die immer wieder vor mehr oder weniger vollendete Tatsachen gestellt wird. „Es ist gut, dass sowas nicht einfach durchgeht“, findet Bezirksbürgermeister Uwe Wagner (SPD). Und hätte die Politik der Befreiung nicht zugestimmt, hätte der Bauherr die Treppe abreißen lassen müssen. Weil in der Nachbarschaft aber bereits ähnliche Treppen existieren, gab es am Ende dann bei zwei Enthaltungen grünes Licht für den Düsseltaler.