Düsseldorf-Düsseltal: Die Sprechstunde der Zukunft

Anliegen in Düsseldorf : Die Sprechstunde der Zukunft

Regelmäßig bietet Bezirksbürgermeister Uwe Wagner für die Bürger aus Flingern und Düsseltal eine offene Sprechstunde an. Jetzt probiert er neue Wege aus – per Videotelefonie.

Peter Maleska ist an diesem Morgen der zweite Besucher in der Bezirksverwaltungsstelle 2 an der Grafenberger Allee. Der Düsseldorfer wohnt in Flingern an der Bruchstraße und hat einige Themen, die er gerne direkt mit Uwe Wagner besprechen würde: fehlende Fahrradstellplätze, Geschwindigkeitsüberschreitungen in einer Tempo-30-Zone, Umsetzung der Umweltspuren. Genau für diese Anlässe hat Bezirksbürgermeister Uwe Wagner bei seinem Amtsantritt 2014 die offene Bürgersprechstunde eingeführt.

Von 10 bis 12 Uhr haben Bürger meistens mittwochs oder donnerstags die Möglichkeit, mit ihm persönlich über Probleme im Stadtbezirk oder eigene Anregungen zu sprechen. „Wir sind für die Leute vor Ort die Vertreter und Ansprechpartner der Stadt. Deshalb ist es selbstverständlich, dass ich mir Zeit für die Bürger nehme und ihnen die Möglichkeit gebe, mit mir direkt zu sprechen“, sagt Uwe Wagner.

In Zukunft möchte der Bezirksbürgermeister den Kontakt zu den Menschen in den Stadtteilen noch einfacher gestalten. Neben der persönlichen Kontaktaufnahme will der Bezirksbürgermeister auch über Videoanrufe erreichbar sein. Im Zuge der immer digitaler werdenden Gemeindearbeit hat auch Uwe Wagner ein Tablet erhalten. Das möchte er nutzen, um die Sprechstunde über den Videoanruf anbieten zu können. „Die Idee hatten wir vor einiger Zeit schon. Ich bin gespannt, wie sie angenommen wird. Wir bieten so die Möglichkeit an, direkt mit mir zu kommunizieren, ohne vor Ort sein zu müssen“, sagt er.

Peter Maleska ist an diesem Morgen lieber persönlich gekommen. Unter anderem hat er das Gefühl, dass Autofahrer im Bereich des Lindenplatzes immer häufiger rasen, obwohl dort die zugelassene Höchstgeschwindigkeit bei 30 liegt. Wagner kann dem Anwohner direkt einen Vorschlag machen. „An der Stelle ist nicht umsonst Tempo 30 ausgewiesen. Wir werden dort einen Smiley-Radar aufstellen. Der zeigt dem Autofahrer zum einen seine Geschwindigkeit an, was in manchen Fällen zur Einhaltung des Tempolimits führt. Zum anderen können mit dem Radar aber auch die Geschwindigkeitsdaten gemessen und ausgewertet werden.“ Kommt durch die Messung tatsächlich heraus, dass an dieser Stelle in erheblichem Maße zu schnell gefahren wird, kann die Bezirksverwaltung weitere Schritte und Maßnahmen in die Wege leiten.

Auch mit dem zweiten Thema stößt Maleska beim Bezirksbürgermeister auf offene Ohren. Maleska ist passionierter Fahrradfahrer, wünscht sich mehr Abstellmöglichkeiten und hat mit einer Stelle auf der Wetterstraße in Flingern auch gleich einen möglichen Ort vorgeschlagen. „Es gibt einen großen Bedarf in diesem Bereich. Wir sind dankbar für solche Hinweise und prüfen gerne jede Möglichkeit, neue Stellplätze zu errichten“, meint Wagner, der selbst oft mit dem Rad unterwegs ist.