Düsseldorf-Derendorf: Park an Buscher Mühle ist in schlechtem Zustand

Grün in Düsseldorf : Verwildert, vermüllt, verschlammt

135.000 Euro wird die Bezirksvertretung 2 für die Verschönerung des kleinen Parks an der Buscher Mühle dazugeben. Neue Bänke soll es geben und bessere Wege, dazu einen barrierearmen Zugang.

Viel zu steil ist der Zugang zum kleinen Park an der Buscher Mühle. Sportliche Fahrradfahrer tun sich schon schwer, für Menschen im Rollstuhl ist die Rampe kaum zu meistern. Nicht die einzige Hürde in der Grünanlage in Düsseltal: Der Weg, der runter zum Wasser führt, ist übersät von Schlaglöchern, manche so tief, dass sich Pfützen bilden. Weil es keine Mülleimer gibt, landen Verpackungen und Papierchen in den Büschen. Immer wieder sind zuletzt Beschwerden eingegangen bei der Stadt über den schlechten Zustand des Parks, der eigentlich so idyllisch sein könnte. Die Verwaltung hat das Gartenamt beauftragt, Vorschläge zur Verschönerung des Geländes zu machen. Ein paar Ideen hat Thomas Hechtle-Wacker in der Bezirksvertretung vorgestellt für das 8124 Quadratmeter große Areal, das im Eigentum der Stadt ist. Der Park ist eigentlich größer, aber ein Teil gehört einer Eigentümergemeinschaft.

Was dringend in Angriff genommen werden muss, ist der barrierefreie Zugang zum Gelände. Von der Grunerstraße aus kommend gibt es keinen Handlauf an der Treppe, die Rampe ist viel zu steil. Die Natursteinmauern am Teich und an der Düssel sind an vielen Stellen kaputt. Sitzplätze gibt es kaum noch im Park, der Teich ist verschlammt und der Zaun marode. Zuerst würde das Gartenamt den Teich entschlammen wollen, „weil dafür Lkw in den Park müssen“, sagt Hechtle-Wacker. Die Kosten würde das Fachamt übernehmen, das 2020 loslegen will mit der Umgestaltung des Parks. In zwei Bauabschnitte ist das Sanierungskonzept unterteilt, die Kosten für den ersten im südlichen Bereich liegen bei 179.000 Euro. 135.000 Euro wird die Bezirksvertretung 2 übernehmen, das Geld kommt aus dem Bauunterhalt, „wie schon beim Umbau des Zooparks“, sagt Bezirksverwaltungsstellenleiter Gerhard Aschendorf. Die Zusage hatte das Gremium bereits in der Sitzung gemacht, in der Hechtle-Wacker die Pläne vorgestellt hat. Ganz oben auf der To-do-Liste steht auch der Eingangsbereich, „durch den Höhenunterschied zwischen Straße und Park werden wir aber nicht die DIN-Normen erfüllen“, sagt der Planer und meint damit, dass der Zugang nicht barrierefrei wäre, zumindest aber barrierearm.

Die Spazierwege südlich der Brücke sollen mit einem neuen Belag ausgestattet werden, einem, der strapazierfähiger ist. „Wir verwenden den Possehl-Belag“, sagt Thomas Hechtle-Wacker, dieser sei zwar ein bisschen teurer als die wassergebundene Decke, dafür aber langlebiger und somit langfristig kostengünstiger. Zuletzt sei der Belag im Hofgarten aufgebracht worden. Der Teich und die Düssel verschwinden bisher hinter Gestrüpp und Grün, „wir würden gerne einen Düsselblick schaffen“, sagt der Gartenamts-Mitarbeiter. Sichtfenster sollen entstehen, auch von der Straße aus, außerdem paar neue Bäume gepflanzt werden.

Im zweiten Bauabschnitt, der direkt an die Buscher Mühle grenzt, wäre dann die Sanierung des Wegs nördlich der Brücke an der Reihe, die Mauer würde erneuert, Blumenzwiebeln sollen gepflanzt werden. Außerdem plant das Gartenamt, den Schotterparkplatz an der Buscher Mühle zu erneuern. Die Kosten für diesen Abschnitt lägen bei 269.000 Euro, „das hört sich auch alles gut an“, findet Michael Kendura von der SPD, der aber vor allem für den zweiten Bauabschnitt die Jonges bei der Finanzierung ins Boot holen möchte.

Eine Stolperfalle nach der anderen: Der Weg durch den Park ist voller Schlaglöcher. Foto: nika
Der 1620 Quadratmeter große Teich ist teilweise stark verschlammt. Foto: nika
Für Radfahrer oder Menschen im Rollstuhl ist der Zugang zum Park von der Grunerstraße aus gar nicht so leicht. Foto: nika

„Der Heimatverein hat ja auch Einnahmen, etwa durch Vermietung“, sagt Kendura, der darauf hinweist, dass der Parkplatz vor allem von Menschen genutzt würde, die die letzte Mühle Düsseldorfs besuchen. Harald Neuhaus (CDU) unterstützt den Vorstoß und schlägt vor, den Bereich nördlich der Brücke nochmals zu unterteilen, „dass für den Parkplatz und den Zuweg zur Mühle jemand anders aufkommt“.