Düsseltal : Die Sohnstraße ist im Wandel

Gleich zwei große Projekte wurden im Planungsausschuss diskutiert.

Die Sohnstraße gehörte lange zu den unterschätzten Straßen in Düsseldorf. Von ihr geht es ab in ein gehobenes Wohnviertel, auf der Sohnstraße selbst läuft dagegen einiges an Verkehr in Richtung Mörsenbroicher Ei und City. Nun aber werden die Vorzüge immer offensichtlicher, die nahe Lage zum Wald und eben die schmucke Nachbarschaft haben Folgen: Investoren, Politiker und Stadtplaner haben ein Auge auf die Straße geworfen, Projekte sind in Umsetzung oder werden angestoßen.

Der Gießereiverband hat auf der westlichen Seite bereits für neue Wohnungen Platz gemacht, mehrgeschossiger Wohnungsbau und Townhouses sind in Arbeit. Eine Umwälzung könnte der Fortgang der Telekom bedeuten, die ihren riesigen Büroklotz in Teilen verlassen hat und die Flächen kaum mehr nachnutzen kann. Auf Anfrage der CDU-Fraktion bestätigte jetzt Planungsdezernent Gregor Bonin, dass erste Gespräche mit der Telekom geführt wurden, auch das Thema Wohnen spielte dabei eine Rolle.

Ein Umbau wäre wegen des Sockelgeschosses aber vermutlich schwierig, wegen der Komplexität des Vorhabens soll nun ein qualitätssicherndes Verfahren durchgeführt werden. Sollte eine Um- oder Neunutzung kommen, müsste das Baurecht geändert werden, es legt derzeit Gemeinbedarf (Post) fest.

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Während es bei der Telekom noch etwas dauern kann, scheint neuer Wohnungsbau nur wenige Meter weiter auf der Reservefläche des Max-Planck-Instituts in naher Zukunft möglich. "Die Bevölkerung wartet schon lange darauf, dass etwas mit dieser Brachfläche geschieht", sagte der Ausschussvorsitzende Alexander Fils (CDU). Tatsächlich scheint es nach Investorenwechsel und Stillstand nun eine Lösung zu geben. Die Neuplanung an der Max-Planck-Straße war wegen etwaigen Lärms aus der Lüftung des Instituts ins Stocken geraten. Ein dreigeschossiger Büroriegel bietet nun Schutz, sieben preiswerte Reihenhäuser für Familien kommen hinzu. Insgesamt entstehen 65 Wohneinheiten.

(RP)