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Denkzettel Entwickler in Düsseldorf-Düsseltal: Politik straft Entwickler

Entscheidung in Düsseldorf : Ein Denkzettel von der Politik

Dass Bauprojekte hier und da mal nicht ins Baufenster passen, das kann passieren und ganz unterschiedliche Gründe haben. Die Ausnahmen, die der Investor für die Fritz-Wüst-Straße durchbringen wollte, grenzten schon an Frechheit.

Ein kurzer Blick in den Bauantrag reicht, um zu erkennen, wie viele Ausnahmen der Investor „ausnahmsweise“ haben will. Zwei Meter mehr bei der Bautiefe, für die Balkone im ersten Obergeschoss braucht er dann zu den zwei Metern noch mal 2,29 Meter und für die Terrassen im Erdgeschoss sogar noch ein paar Zentimeter mehr. Statt zwei Geschosse sollen es drei werden, im Eingangsbereich will er sich auch nicht an die Vorgaben halten. Das alles erklärt der Investor mit Vorbildern in der Nachbarschaft, er habe sich daran orientiert. Vielleicht mag das stimmen, und sicher gibt es in so gut wie jedem Bauantrag Überschreitungen. In diesem Fall hat es der Investor aber ein bisschen zu weit getrieben und zurecht einen Denkzettel von der Politik bekommen. Denn die Bezirksvertreter, die über solche Projekte abstimmen, machen das ehrenamtlich. Sie sitzen in ihrer Freizeit – derzeit auch noch unter erschwerten Bedingungen wegen Corona – stundenlang zusammen, wälzen Dokumente und Unterlagen. Sie haben sicher besseres zu tun, als ständig über Projekte zu diskutieren, die eigentlich schon längst hätten abgeschlossen sein können.

nicole.kampe

@rheinische-post.de