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Düsseldorf: Schüler engagieren sich für ihr Umfeld

Projekt bei der Stadt Düsseldorf : Schüler engagieren sich für ihr Umfeld

Ob weitere Zebrastreifen, um den Schulweg sicherer zu machen, oder neue Spielgeräte: Die Teilnehmer des Projekts „Jugend checkt Düsseldorf“ haben viele Anregungen für den Stadtbezirk 9 gegeben. Jetzt liegt der Abschlussbericht vor.

Wer glaubt, Kinder und Jugendliche interessieren sich nicht für ihr Umfeld, der irrt sich gewaltig. Im November 2019 haben viele Kinder und Jugendliche aus den Stadtteilen Benrath, Wersten, Holthausen, Itter, Hassels, Himmelgeist, Reisholz und Urdenbach ihre Ideen und Anliegen für den Stadtbezirk 9 auf den Kinder- und Jugendversammlungen im Projekt „Jugend checkt Düsseldorf“ geäußert.  Einige Wünsche sind inzwischen umgesetzt oder es wird an der Umsetzung gearbeitet. Eine abschließende Projektfete musste wegen der Pandemie allerdings ausfallen.

Eine Übersicht aller Anregungen und der daraus entstandenen Projekte sind in einem jetzt veröffentlichten Abschlussbericht nachzulesen. Dieser wurde der Bezirksvertretung 9 in ihrer September-Sitzung vorgelegt. Die Mitglieder des Gremiums haben die Kinder und Jugendlichen sowohl inhaltlich als auch mit Geldmitteln unterstützt.

Wörtlich heißt es darin: „Die gute Kommunikation und Zusammenarbeit haben es ermöglicht, den Kindern und Jugendlichen die für sie notwendigen Informationen zukommen zu lassen und Umsetzungsmöglichkeiten für eigene Ideen auf den Weg zu bringen.“ Koordiniert und organisiert hat das Projekt die Servicestelle Partizipation, ein Kooperationsprojekt von Jugendring und Jugendamt.

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Und das hatten sich Kinder und Jugendliche gewünscht:

Mehr Sauberkeit An verschiedenen Stellen wurden zusätzliche Papierkörbe installiert, etwa rund um die Selma-Lagerlöf-Grundschule, rund um die Erich-Müller-Straße, auf der Altenbrückstraße und auf der Buchenstraße. In Hassels auf dem Spielplatz an der Heiligenhauser Straße hatten Schüler der Selma-Lagerlöf-Schule selbst gestaltete Plakate zum Thema Müll aufgehängt.

Neue Spielmöglichkeiten Durch finanzielle Unterstützung der BV 9 werden die Schulhöfe der Grundschulen am Köhnen, Henri Dunant und St. Elisabeth  umgestaltet und aufgewertet. Eine Realisierung der neuen Spielgeräte ist für 2021/2022 geplant; die Henri-Dunant-Schule hat bereits einen Basketballkorb erhalten. Die Bezirksvertretung hatte zudem Geld für eine Schaukel auf dem Spielplatz Cronenberger Weg beschlossen; diese Schaukel wurde im Mai aufgebaut. Dortige Platzkapazitäten für weitere Spielgeräte werden derzeit geprüft.

Der Wunsch nach zusätzlichen Spielgeräten auf einigen anderen Spielplätzen konnte wegen fehlender Fläche allerdings nicht realisiert werden. Das gilt für die Spielflächen Rathaus Benrath, Zoppoter Straße und Rodenbirkener Straße. Bei der Erstellung des Parkpflegewerks für den Schlosspark Benrath sollen die Ideen der Kinder für die Grünanlage berücksichtigt werden.

Aufgrund des Denkmalschutzes sind Umsetzungsmöglichkeiten jedoch eingeschränkt, ähnliches gilt auch für den Elbroichpark. Erste Gespräche hierzu haben bereits stattgefunden. Der Wunsch, die Nördlinger Straße als Spielstraße auszuweisen, ist laut Fachamt derzeit nicht möglich. Die Prüfung, ob am Tiroler Weg die Möglichkeit für einen Bolzplatz entstehen kann, ist auch wegen der Wohnbebauung negativ ausgefallen.

Die Idee eines Veranstaltungsgartens für Kinder in Wersten beziehungsweise der Christophorusschule wurde mit den Stadtteilakteuren diskutiert und ausgearbeitet. Erste gemeinsame Aktionen hatten unter Federführung der Quartiersmanagerin stattgefunden, doch wegen der Pandemie und einem geplanten Bauprojekt auf der Fläche wird das Projekt nicht umgesetzt werden können.

Sanierung Die Toiletten in der Einrichtung Kamper 17 sollen renoviert werden. Dafür hat die BV 9 bereits Geld bewilligt.

Eine Vielzahl von Anregungen und Anliegen konnte nicht  umgesetzt werden. Hier mussten die beteiligten Kinder und Jugendliche erfahren, dass die Mühlen der Verwaltung manchmal langsam mahlen oder Wünsche nach mehr Zebrastreifen nicht in das Konzept der Stadt passen.

Zebrastreifen wurden für die Buchenstraße, Altenbrückstraße und an der Dankeskirche (hier die zusätzliche Beleuchtung) gefordert. Laut Bericht wurde dies auch geprüft, Zebrastreifen entstanden aber nicht. An der Altenbrückstraße sollen die Zahlen der Autos und Fußgänger noch geprüft werden; an der Querungsstelle Altenbrückstraße wurden Pfosten installiert, um das Parken von Autos zu verhindern und eine bessere Übersicht zu gewährleisten.

Die Situation für den Radverkehr rund um das Schloss Benrath, Wimpfener Straße, Hospitalstraße und Benrodestraße wurde von den Teilnehmern des Projekts stark kritisiert. Allerdings, so die Verwaltung, seien die Forderungen nach zusätzlichen Fahrradwegen und eine ausgewiesene Fahrradstraße derzeit nicht realisierbar. Die Kinder bedauern dies, heißt es in dem Bericht.