Auch 2025 soll es ein Festi Düsstanbul geben Gästezahl beim Fastenbrechen nimmt zu

Düsseldorf · Im Festzelt auf dem Benrather Schützenplatz an der Bayreuther Straße herrscht seit Beginn des Fastenmonats Ramadan eine fröhliche Feier-Stimmung. Veranstaltungsmanager Izzet Bektas zählt in diesem Jahr deutlich mehr Besucher als bei der Premiere im Vorjahr.

Mohamed (v.l.), Selicia, Demet, Suene und Mehmet Sadki lassen es sich beim Fastenbrechen in geselliger Familien-Runde schmecken.

Mohamed (v.l.), Selicia, Demet, Suene und Mehmet Sadki lassen es sich beim Fastenbrechen in geselliger Familien-Runde schmecken.

Foto: Georg Salzburg (salz)

Fasten während des Ramadan ist für Zeynep eine Selbstverständlichkeit – am Ostermontag hat sich die Muslima aus Dortmund für ihr tägliches Ritual des Fastenbrechens mit ihren Duisburger Freundinnen Karima und Miriam nach Düsseldorf begeben, um nach Sonnenuntergang in geselliger Gemeinschaft beim „Festi Düsstanbul“ zu essen und zu trinken. Im Festzelt auf dem Benrather Schützenplatz an der Bayreuther Straße herrscht fröhliche Feier-Stimmung. Gemütliches Shoppen an Marktständen in der angrenzenden „Elegance Event Location“ sowie ein unterhaltsames Bühnenprogramm mit Gesang und Comedyshow ergänzen das abwechslungsreiche Abendprogramm.

„Empfehlenswert“ lobt Miriam die Vielfalt der Speiseangebote an den Essenständen, wo neben gängigen Dönergerichten wie Kebab und Köfte allerlei türkische Spezialitäten frisch zubereitet werden wie die Lammpfanne „Kavurma“ oder das reichhaltig gewürzte türkische Nationalgericht „Kokorec“ im Brotlaib. Zeynep hat sich für „Manti“ entscheiden, das sind gefüllte Teigtaschen, die es – mit Kartoffeln – auch in einer vegetarischen Variante gibt. Karima wählt als Vorspeise die Yoghurtsuppe mit Reis und Minze.

Einen gemütlichen Familienabend gönnt sich Mehmet Sadki mit Ehefrau Süne und deren Cousine Demet, Sohn Mohamed und Nichte Selicia auf dem Festi Düsstanbul. Nach der Fleisch-Reis-Salat-Spezialität „Iskender“ greifen bei dem süßen Dessert „Lokmar“ alle begeistert zu. Beim Fastenbrechen abends daheim in Lörrick steht Mama Süne immer in der Küche, und dann es gibt es „Hausgemachtes“ mit Reis und Nudeln.

Eine Hüpfburg-Landschaft sorgt beim Festi Düsstanbul mit reichlich Spielspaß dafür, dass auch die kleinen Besucher auf ihre Kosten kommen. Melija (5) und ihre Geschwister Ilay (6) und Liva (3) sind beim Hüpfen, Klettern und Rutschen im „Gummi-Dschungel“ nicht zu bremsen. Einmal pro Jahr besucht die Familie Seitle aus Haan ein Ramdan-Fest, wie Mama Esra und Papa Tristan bestätigen, mal in Dortmund, Duisburg oder jetzt eben auch in Düsseldorf.

An den Marktständen in den Hallen der Event-Location lockt ein breites Angebot zum Kauf: Bücher, Kleidung (von Jacke bis Boxershorts), Haushaltswaren, Spielzeug und Schmuck werden ebenso feilgeboten wie Kosmetikartikel und Wellnessprodukte. Mit dem Slogan „Entdecke Lilyam“ wirbt ein Duftanbieter aus Bochum um Kundschaft. 1170 Duftnoten (beispielsweise Amber, Bergamotte oder Lavendel) stehen zum Schnuppern zur Auswahl.

Noch bis zum 7. April lädt das Festi Düsstanbul täglich zum gemeinsamen Fastenbrechen alle Muslime – und ausdrücklich auch Nicht-Muslime – ein, und Veranstaltungsmanager Izzet Bektas kann sich – im Vergleich zur Erstveranstaltung im Vorjahr – über eine deutlich gesteigerte Besucherzahl freuen. Am Ostermontag füllten mehr als 800 Gäste das Festzelt. Ein drittes Festi Düsstanbul ist für 2025 folglich in Planung.

Integration von Muslimen und Nichtmuslimen liegt auch dem marokkanischen Comedian Benaissa Lamroubal am Herzen, dessen Stand-up-Show die Besucher am Ostermontag begeisterte. „Ich lebe selbst zwischen zwei Kulturen“, erklärt der in Neuss aufgewachsene ehemalige Rapper. Mit Humor – so seine Überzeugung – lasse sich „Widersprüchliches“ ertragen und verbinden. Seine Behauptung: „Wer zwei Kulturen kennt, ist im Vorteil – denn er kennt eine Kultur mehr.“

Düsseldorf: Mehr Gäste beim Festi Düsstanbul als zur Premiere 2023
Foto: grafik

Der Erlös des Festi Düsstanbuls kommt auch 2024 einem guten Zweck zugute. Mit „Hoffnungsstern“ und „Umudum Ol“ werden zwei humanitäre Hilfsorganisationen unterstützt. Die Neusser Organisation Hoffnungsstern engagiert sich in der Kinder- und Jugendhilfe. Umudum Ol (übersetzt: „Sei meine Hoffnung!“) hilft beispielsweise Waisenkindern im türkischen Erdbebengebiet durch Versorgung mit Kleidung und allem, was Kinder erfreut, wie Luftballons, Teddys, Malstifte oder Süßigkeiten.

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