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Düsseldorf: Die Metrobus-Linie M1 wird nicht bis nach Wittlaer verlängert

Entscheidung der Stadtverwaltung : Metro-Buslinie 1 in Düsseldorf wird nicht verlängert

Die örtliche Politik hatte die Verlängerung gefordert, um den Bürgern im Düsseldorfer Norden eine Alternative zur U79 zu bieten. Diese ist oft überfüllt, unpünktlich oder fällt aus. Doch die Verwaltung lehnt das ab.

Die Bezirksvertretung 5 möchte prüfen lassen, ob die Metrobus-Linie M1 über ihre bisherige Endhaltestelle Freiligrathplatz hinaus bis zur Haltestelle Wittlaer verlängert werden kann. Damit soll eine Alternative zur U79 geschaffen werden, die als störanfällig gilt und morgens häufig überfüllt ist.

Nach Einschätzung der Rheinbahn würde die Verlängerung aber keinen oder nur einen geringen Nutzen bringen, die Einrichtung und der Betrieb jedoch hohe Kosten, vor allem für Fahrzeuge und Personal, erfordern. Die Erfahrungen der Rheinbahn zeigten zudem, dass Buslinien oft in einem deutlich höheren Maße durch andere Verkehrsteilnehmer beeinflusst werden als Straßenbahnen – was zu Unpünktlichkeit führt. „Eine parallel zur U79 verkehrende Buslinie M1, die heute bereits über 22 Kilometer lang ist und mit der Verlängerung nach Wittlaer eine Linienlänge von fast 29 Kilometern hätte, müsste konsequent durch Busspuren, Busschleusen und Bevorrechtigungen an Lichtsignalanlegen beschleunigt werden, um eine Ergänzung oder sogar Alternative zur U79 darstellen zu können“, teilte die Verwaltung im August der Bezirksvertretung 5 mit.

Das wollten die Politiker aber nicht hinnehmen. Sie baten darum, zu prüfen, ob zumindest während der Stoßzeiten eine Verlängerung der Linie M1 möglich ist. Begründet wurde die erneute Prüfung mit dem Hinweis, dass die Bauarbeiten für die Stadtbahnlinie U81 zu Behinderungen führen, der Bus also eine Entlastung darstellen würde. Wegen der Arbeiten kann die U79 in den nächsten Monaten zwischen den Haltestellen Lohausen und Freiligrathplatz auf einer Länge von etwa 400 Metern über nur ein Gleis fahren.

Dieser Argumentation wollte die Verwaltung aber nicht folgen. Die möglichen Behinderungen werden als „eher gering“ eingeschätzt. „Sollte sich wider Erwarten ein Handlungsbedarf abzeichnen, so werden zusätzliche Busverkehre zur Entlastung zwischen dem Freiligrathplatz und Wittlaer eingesetzt. Das soll aber nicht über die Metrobus-Linie erfolgen“, wurde nun den Bezirkspolitikern mitgeteilt.