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Grafenberg: DSD: Damen 55 überraschen als Dritte

Grafenberg : DSD: Damen 55 überraschen als Dritte

Die Mannschaft um Spitzenspielerin Birgit Ballauff beendet die Saison in der Regionalliga punktgleich mit dem Zweiten.

Birgit Ballauff kann es immer noch nicht richtig fassen. "Das ist ein Scherz", sagt sie und schüttelt den Kopf. Auch ihre Teamkameradinnen können es noch nicht glauben. Doch nach dem letzten Spieltag der Tennis-Regionalliga West haben es die Damen 50 des DSD schwarz auf weiß: Sie beenden die Freiluftsaison auf einem glänzenden dritten Platz, sogar punktgleich mit dem Vizemeister.

"Dabei waren wir lediglich mit dem Ziel gestartet, den Klassenerhalt zu schaffen. Schließlich waren wir als Niederrheinliga-Meister nur Neuling in der Regionalliga", betont Birgit Ballauff. "Außerdem konnten wir als Damen 40 schon einmal Regionalliga-Luft schnuppern. Das war damals eine echte Herausforderung, vor allem an den Spitzenpositionen. Der Unterschied von Niederrhein- zur Regionalliga ist sehr groß. Daher sind wir jetzt mit einer gehörigen Portion Respekt in die Saison gegangen", gibt Ballauff zu.

Zum Start waren die Düsseldorferinnen, die seit vielen Jahren zusammenspielen, chancenlos: Auf eigener Anlage kamen sie gegen ETUF Essen mit 0:9 unter die Räder. Allerdings traten die Gäste an der Spitzenposition mit einer Australierin an, die für den Sommer extra eingeflogen wird. Zudem stehen fast alle Spielerinnen in der deutschen Rangliste. Kein Wunder, dass die Übermannschaft klarer Meister wurde.

Von dieser Niederlage erholten sich die Düsseldorferinnen aber gut und feierten wenige Tage später einen 5:4-Erfolg beim TC Siegen. 3:3 stand es nach den Einzeln, ehe die Paarungen Birgit Ballauff/Anke Paulus-Koschik und Antje Ballauff/Birgit Puller mit zwei umkämpften Siegen kurz vor Einbruch der Dunkelheit den ersten Regionalliga-Erfolg perfekt machten.

"Schon da hat sich ausgezahlt, dass wir alle im Winter viel Doppel gespielt haben", freut sich Spitzenakteurin Birgit Ballauff.

Nach der 2:7-Niederlage beim Marienburger SC hatte ihr Team vier Wochen spielfrei, ehe die wichtigen Partien anstanden. "Im Vorfeld der Saison hatten wir bei unseren Urlaubsplanungen alle darauf geachtet, dass wir in den Spielen, in denen wir Siegchancen haben, bestens besetzt sind", verrät Ballauff.

Den gleichen Gedanken hatte wohl der TC Rot-Weiß Dinslaken, denn im direkten Duell gegen den DSD trat auch der Gastgeber mit seiner nominell besten Aufstellung an. Die Begegnung entwickelte sich zu einem echten Krimi: Sibylle Feldmann und Katrin Sekotill verloren ihre Einzel nur hauchdünn im Matchtiebreak, so dass es vor den Doppeln 3:3 stand. Dank zweier souveräner Zweisatzsiege verbuchten die Düsseldorferinnen dann einen 5:4-Erfolg.

Dieses Ergebnis war scheinbar das Lieblingsresultat des Aufsteigers von der Altenbergstraße, denn auch gegen den späteren Vizemeister Bonner THV und gegen den TC Rheinstadion gewann die Mannschaft mit diesem Ergebnis.

Im Heimspiel gegen Bonn hieß es nach den Einzeln 4:2, das Duo Feldmann/Sekotill entschied dann das dritte Doppel für sich.

Nach dem klaren 9:0 über den Absteiger TC Rot-Weiß Münster stand am letzten Spieltag auf eigener Anlage das Derby gegen den TC Rheinstadion auf dem Programm. Es waren enge, hart umkämpfte Partien.

Ein Schlüsselspiel war das Duell an der Spitzenposition, das Birgit Ballauff mit 6:2, 4:6 und 10:2 gegen Jutta Bökmann gewann. Nach dem 4:2-Zwischenstand machte das Doppel Antje Ballauf/Birgit Puller den Sieg perfekt.

"Unsere Saison ist glänzend gelaufen. Wir hatten Glück, dass alle gesund geblieben sind. Von Platz drei haben wir im Vorfeld aber nicht einmal zu träumen gewagt", verrät Birgit Ballauff.

(RP)