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Düsseldorf: DSC 99-Reserve feiert Sieg im Topspiel

Düsseldorf : DSC 99-Reserve feiert Sieg im Topspiel

Die Fußballer von Trainer Moulay Rhoulimi setzten sich gegen den Überraschungs-Vierten CfR Links mit 4:2 (2:2) durch und verteidigten damit Platz eins hinter Tabellenführer SV Hösel. Die Entscheidung fiel in den Schlussminuten.

Der DSC 99 II bleibt dem Spitzenreiter SV Hösel in der Kreisliga B dicht auf den Fersen: Mit 4:2 (2:2) gewinnen die Kicker von Trainer Moulay Rhoulimi im Spitzenspiel gegen den Überraschungs-Vierten CfR Links II. Es ist am sechsten Spieltag der fünfte Sieg. Bei einer Partie weniger haben die Düsseltaler drei Zähler Rückstand auf den Platz an der Sonne und könnten mit einem Erfolg im Nachholspiel mit Hösel gleichziehen.

Der DSC 99 tat sich gegen den CfR Links lange schwer. Erst in der Schlussphase erzielte der kurz zuvor eingewechselte Can Erürker mit zwei Treffern zum 3:2 und 4:2 die Entscheidung. Die Heerdter hatten bis 14 Minuten vor Schluss verbissen das 2:2 verteidigt. DSC 99-Coach Rhoulimi meinte nach dem Schlusspfiff: "Unser Sieg ist aufgrund unserer starken zweiten Halbzeit verdient. Wenn wir uns nicht so dumm angestellt hätten, dann hätten wir schon im ersten Durchgang für eine Entscheidung gesorgt und mit 4:0 geführt."

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag: Der Gastgeber ging schon mit seiner ersten Einschussmöglichkeit in Führung. DSC-Angreifer Daniel Stanojevic staubte aus sieben Metern völlig freistehend zum 1:0 ab (6.). Und in der 24. Minute erhöhte der quirlige Stürmer zum 2:0. Stanojevic profitierte dabei von der völlig indisponierten CfR-Defensive, die überhaupt nicht eingriff, als er sich den Ball am linken Strafraumeck in aller Ruhe zurechtlegte und ins lange Eck schlenzte.

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Die Führung des Gastgebers war zu diesem Zeitpunkt hochverdient. Der DSC war die bessere Mannschaft und vergab einige Chancen zu einer deutlicheren Führung. So scheitert Andres Gomes mit einem Kopfball nach einer Flanke von Linksverteidiger Florian Schäfer an Links-Keeper Leslie Schey (16.). Auf der anderen Seite verlieren die Heerdter den Ball meist schon im Spielaufbau gegen die früh attackierenden DSCer.

Die einzige große Torchance für den CfR bereitete Patrick Nowack vor, dessen scharfe Hereingabe aber an Freund und Feind vorbei durch den Fünfer rauschte. Im direkten Gegenstoß erzielte der DSC den zweiten Treffer und sorgte damit nur scheinbar für eine Vorentscheidung. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit kippte das Spiel: Einen ersten Warnschuss feuerte Links-Angreifer Nowack zunächst in der 35. Minute ab, als er plötzlich alleine vor dem DSC-Tor aufkreuzte, aber zu überhastet abschloss. Drei Minuten später machte er es besser, als er sich alleine gegen drei DSC-Abwehrspieler durchsetzte und den Ball im Nachschuss zum 1:2-Anschlusstreffer versenkte.

Die Gastgeber reagierten konsterniert: So ergab sich für Links-Stürmer Benjamin Schröter eine Minute später eine Riesenchance zum Ausgleich, als er alleine auf das DSC-Tor zulief. Doch der Schiedsrichter pfiff ihn wegen eines angeblichen Foulspiels zurück. Mit der letzten Aktion vor der Pause markierte Schröter dann doch noch seinen Treffer: Er ließ nacheinander den gerade eingewechselten Verteidiger Matthias Schmidt sowie Keeper Nicolas Lehsau aussteigen und schob den Ball zum 2:2 ins leere Tor.

Mit Wiederbeginn verflachte die Partie, die durch viele Nickeligkeiten und Verletzungen immer wieder unterbrochen wurde. Die Rhoulimi-Truppe hatte auch in der zweiten Hälfte mehr vom Spiel, kam aber zu keinen Torchancen. Die Heerdter zogen sich weit in die eigene Hälfte zurück und warteten auf Konterchancen. Nur zweimal wurden sie gefährlich: Nowack scheiterte nach einer schönen Einzelaktion an Lehsau (64.) und Schröter kam gegen den DSC-Keeper nur eine Fußspitze zu spät (75.).

Fast im Gegenzug dann der Treffer zum 3:2 für die Heimelf: Die CfR-Abwehr bekam den Ball nicht unter Kontrolle, der dann zum völlig freistehenden Can Erürker prallte. Der Einwechselspieler des DSC konnte sich aus zehn Metern die Ecke aussuchen. Und in der 81. Minute trifft Erürker nach einer Flanke per Kopf noch zu 4:2 und zur endgültigen Entscheidung. Gomes hatte noch die Chance zum 5:2 (89.), doch das wäre zu viel des Guten gewesen.

(RP)