Unterrath: "Die Aufschauende" steht im Garten einer Anwaltskanzlei

Unterrath: "Die Aufschauende" steht im Garten einer Anwaltskanzlei

Die RP stellt Kunstwerke im öffentlichen Raum vor: Kaum zu sehen war die Skulptur "Die Aufschauende", als Torben Maas das Haus an der Eckenerstraße 29 gekauft hat. "Der Garten war zu einem Drittel mit hohem Buschwerk bewachsen. Nur der Kopf der Skulptur lugte noch heraus", sagt Maas.

Seit 2009 wohnt der Jurist mit seiner Familie in dem Haus, in dem er auch seine Kanzlei hat. Die Vorbesitzer — eine Arztfamilie — interessierte sich offenbar für Kunst und stellten einige Skulpturen unterschiedlicher Epochen in ihrem Garten aus. "Die Aufschauende", die wahrscheinlich aus den 1920er Jahren stammt und aus Muschelkalk besteht, gehört zu den Skulpturen, die noch heute im Außenbereich stehen. Im vorderen Bereich des Gartens steht außerdem eine abstrakte Plastik, die ebenfalls aus Muschelkalk ist.

Etwas größer als lebensgroß ist "Die Aufschauende". Die Frau, die halb hockt, halb kniet, befindet sich auf einem Sockel im Garten. Ihr Körperbau ist kräftig, aber zugleich athletisch. Das Gesicht ist nicht im Detail ausgearbeitet. So wirkt es maskulin und der Blick der Frau starr und ein wenig arrogant.

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Von wem "Die Aufschauende" stammt, ist nicht bekannt. Allerdings erinnert sie einige an die "Planetengruppen" von Carl Moritz Schreiner, die sich hinter der Tonhalle am Joseph-Beuys-Ufer befinden. Die Skulpturen ähneln der "Aufschauenden" zwar wegen ihrer rustikalen Figur, doch fällt auf, dass sie detaillierter ausgearbeitet sind.

Auch Maas hat sich bisher nicht intensiv mit der Skulptur in seinem Garten beschäftigt. "Für mich gehört sie einfach zum Haus dazu", sagt er. "Aber natürlich wäre es interessant, Näheres über sie zu erfahren."

(RP)
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