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Derendorf/Düsseltal: Derendorfer feiern "ihre" Buscher Mühle

Derendorf/Düsseltal : Derendorfer feiern "ihre" Buscher Mühle

Großer Besucherandrang beim Fest der Jonges: Gleich drei Düsseldorfer Kultbands machten Musik.

Gezählt haben die Derendorfer Jonges ihre Besucher am Samstag nicht, und das wäre vermutlich auch kaum möglich gewesen angesichts des großen Ansturms: Brechend voll war es beim Mühlenfest, zu dem der Heimatverein alljährlich am letzten Samstag im August einlädt. Diesmal kamen jedoch so viele Gäste wie nie zuvor. Und das hatte einen triftigen Grund: Die Jonges legten ein Programm mit gleich drei Düsseldorfer Kultbands vor, da konnte die Party eigentlich nicht mehr schiefgehen.

Sorgenfalten standen den Organisatoren allerdings vorübergehend auf der Stirn, als es am frühen Mittag heftig zu regnen begann. Doch so schnell er kam, so schnell war der Regen auch wieder verschwunden. Und spätestens, als dann die "Fischgesichter" als Erste loslegten, war die Anlage rund um die letzte Wassermühle auf Düsseldorfer Stadtgebiet proppenvoll, die Bierstände dicht umlagert und die Stimmung grandios. Nach den "Fischgesichtern" ging die musikalische Stafette nahtlos an die Band "Der Letzte Schrei" weiter, die den Gästen ebenfalls tüchtig einheizte.

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Die Gruppe um Sänger Claus Schäfer sind so etwas wie die Haus- und Hofband der Brauerei Schlösser. Die Band rockte zuletzt in im Schlösser-Zelt auf der Rheinkirmes mächtig ab. So war es auch die Brauerei, die die Bands am Samstag bezahlte, denn das könnte der Heimatverein aus eigenen Mitteln nicht stemmen.

Die Jonges sind derzeit weiter bemüht, die Anlagen rund um die Buscher Mühle instand zu setzen. Im Mai wurde die Westfassade des Gebäudes von dem Graffiti-Künstler Patrick van den Heuvel gestaltet, nachdem die Setz-Risse in der Wand beseitigt worden waren. Mit der Verschönerung – wichtige Daten der Derendorfer Geschichte prangen nun dort sowie ein großes Mühlrad – sollte den immer wieder auftauchenden ungebetenen Graffiti-Schmierereien Einhalt geboten werden. "Das hat offenbar geklappt, seither hat es keine Vorfälle mehr gegeben", berichtet Vizebaas Manfred Klösters.

Mit eigenen Leuten hat man nun auch das Areal zur Bahnlinie hin eingeebnet und mit Bodendeckern und Stauden bepflanzt. Wie Klösters berichtet, kommen in jüngster Zeit vermehrt Gruppen und Vereine zu Versammlungen in die Mühle, zuletzt war es die Aktion Kleeblatt der Kreuz-Kirchengemeinde. Die Initiative betreut Senioren im Stadtteil. Die Düsseldorfer Weiter, ein rein weiblich besetzter Heimatverein mit langer Tradition, war schon zweimal da. "Früher kannten ja viele die Buscher Mühle überhaupt nicht", sagt Klösters. "Aber das hat sich geändert. Inzwischen ist sie fest im Stadtteil etabliert."

(RP)